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Foto-Tipp: Verlaufsfilter

Cokin, Singh Ray und Chromatek Verlaufsfilter

 

Verlaufsfilter gehören trotz modernster digitaler Bearbeitungsmöglichkeiten zur Grundausrüstung eines jeden Architektur- und Naturfotografen. Wer im Freien fotografiert, egal ob Landschaft oder Architektur, steht vor oft vor extremen Belichtungsituationen. Der dunkle Wald gegenüber einem wolkenlosen Himmel, da kann das beste D-Lightning System nicht weiterhelfen. Diese großen Blendenunterschiede können einfach nicht nachträglich kompensiert werden, auch nicht in der Kameraelektronik oder dem Bildbearbeitungsprogramm. Das war auch bei der analogen Fotografie trotz besserer Dynamik auch schon so.

 

Wer nun denkt, der Verlaufsfilter im Bildbearbeitungsprogramm tut doch vielleicht auch sein Werk, stößt auch hier schnell an Grenzen. Wer Spitzlichter bei der Aufnahme vermeiden will, richtet sich mit seiner Belichtungsmeßung nach den ensprechenden Werten. Der Himmel ist dann richtig belichtet aber die Dynamik genügt nicht um in den extremen Tiefen noch eine gute Zeichnung zu erhalten.

 

Um hier flexibler zu sein werden Verlaufsfilter direkt bei der Aufnahme eingesetzt. Verlaufsfilter gibt es in verschiedensten Ausführungen, mit unterschiedlichen Blendenstufen und auch mit farblichen Verläufen. Sie können den Verlaufsfilter vor dem Objektiv bewegen, dies geschieht bei Cokin, Singh Ray und auch Chromatek mit einem Halter in der die Verlaufsfilter auf und ab geschoben werden. Ob nun 2, 4, 6 oder sogar 8 Blendenstufen - die Horizontline ist der Verlaufspunkt und der Himmel wird nun mit diesem Verlaufsilter (Graufilter mit weichem Übergang von dunkel bis durchsichtig) dunkler aufgenommen um die entsprechenden Blendwerte und somit ist eine ausgewogenere Belichtung des gesammten Bildes möglich. Die Belichtungsdauer kann erhöht werden und können auch die dunkleren Bereiche wiedergeben werden.

 

Chromatek ist der altgediente Klassiker, Cokin hat sich in Europa eine Spitzenreiterposition gesichert. Wer aber keine Kompromisse machen möchte kauf die Spitze des Eisberg und investiert für einen Singh Ray Filter zwar doppelt so viel wie für einen Cokin Filtersystem, erhält dafür jedoch den besten Verlaufsfilter der käuflich zu erwerben ist, nicht weniger. Wer mit Stativ, Kamera und Verlaufsfiltern einmal Landschaftsaufnahmen gemacht kommt nicht nur direkt bei der Aufnahme ins staunen. Wer weiterhin mit der Bildbearbeitung die Dynamik des Bilders verbessert gelangt in Bereiche die ohne Filter nur von HDR-Fotografien zu erreichen sind.

 

Mit Verlaufsfiltern zu fotografieren hat nichts mit analoger Fotografie zu tun. Ganz im Gegenteil, gerade die digitale Technik verzeiht keinen Anschlag im Histogram ganz oben oder ganz unten.

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© Fotografen Welt - Dirk Baumbach Fotografie, Köln

Unternehmens- und Werbefotografie