Warum eigentlich Panorama-Fotos? Die ungewöhnlichen Details und das Format schaffen einen anderen Zugang, dem Betrachter wird eine Landschaft dadurch sehr viel näher gebracht. Ob Städte, unberührte Landschaften, Wasser oder offener Raum. Ein Panorama-Format verleiht inhaltliche Größe. Mit der Digitalfotografie gibt es nun viele neue Möglichkeiten ein Panorama mit einfachen Mitteln zu erstellen. Wo früher nur Mittel- oder Großformat Kameras, Super Weitwinkelobjektiven und sehr hohen Blenden detaillierte Bilder ermöglichten, ist dies heute auch mit einer bescheidenen Digitalkamera der mittleren Preisklasse möglich.
Um zufriedenstellende Ergebnisse zu erhalten, sollte man jedoch etwas mehr berücksichtigen als einige Fotos am PC mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu einem Panorama zusammen zu fügen. Sie benötigen in jedem Fall ein Stativ, ein Panorama-Kopf ist sehr hilfreich jedoch nicht zwingend notwendig. Hilfreich ist in jedem Fall eine Wasserwage um das Stativ wirklich gerade aufstellen zu können. Die Kamera montieren Sie dann vertikal (im Hochformat).
Sie erhalten nicht nur einen besseren Blickwinkel, vor allem werden unerwünschte Verzerrungen, die überwiegend bei Weitwinkelobjektiven entstehen, nicht an den entscheidenen Details in der Bildmitte zu sehen sein. Da die Kamera im Hochformat fotografiert, ist die weniger gute Darstellung ganz oben und ganz unten im Bild und nicht an den Schnittpunkten der jeweiligen Aufnahmen. Wenn Sie können, fotografieren Sie nicht mit einem Weitwinkel. Sollte der Platz und das Motiv es ihnen ermöglichen, so fotografieren Sie am besten mit einer Brennweite von 50mm. Die Kamera stellen Sie auf Manuell, das ist ein MUSS!
Bei den Kameraeinstellungen müssen Sie beachten, dass Sie Blende und Belichtung während der einzelnen Aufnahmen nicht mehr ändern. Daher ist es evtl. erforderlich vor dem Einstellen dieser Werte das vollständige Panorama zu betrachten und eine entsprechende Belichtungsmessung mit der Kamera vorzunehmen. Überprüfen Sie den hellsten Punkt mit einem Probebild auf evtl. Spitzlichter, die Sie in jedem Fall vermeiden sollten. Ist der Kontrast zu groß, sollten Sie mit einem Verlaufsfilter arbeiten um die Dynamik des Bildes komprimieren zu können. Mehr zum Einsatz von Verlaufsfiltern finden Sie hier: Die Blende sollte bei Weitwinkelobjektiven mindestens Blende 8 und bei einem Normalobjektiv Blende 16 Betragen. So werden auch möglichst viele Details sichtbar. Die dadurch geringere Schärfe können Sie bei einem Panoramafoto getrost ignorieren. Die Details sind hierbei wichtiger und das Endresultat wird Ihnen auch bei Blende 16 umwerfende Ergebnisse liefern. Weiterhin gehört bei dieser Art der Fotografie auch ein Polarisationsfilter zur Standardausrüstung. Er hilft nicht nur unerwünschte Reflektionen zu mindern, durch das drehen eine Polarfilters bestimmen Sie die Lichtrichtung und erhalten kräftigere und schönere Farben. Alles zum Thema Pol-Filter finden Sie hier:
Da Sie mit ISO 100 fotografieren sollten, müssen Sie am Ende für die richtige Belichtung mit der entsprechend manuell gewählten Verschlusszeit sorgen. Wenn Sie das Panorama erstellen und die Kamera bei den einzelnen Aufnahmen bewegen, achten Sie darauf, dass Sie mindestens 25% Überdeckung haben, besser sind 35-40%. Dies gewährleistet genügend Anhaltspunkte, damit Sie bei der Bildbarbeitung das Panorama auch fehlerfrei zusammenfügen können. Das geht heute schon mit fast allen gängigen Fotoprogrammen, auch Freeware wird im Netz angeboten. Unsere Empfehlungen bei den Gratis Programmen ist die Software Hughin. Das Programm erkennt alle Punkte automatisch und nimmt auch entpsrechende Anpassungen bei evtl. extremen Einsatz von Weitwinkelobjektiven vor.
Ihrem ersten umwerfenden Panorama steht nichts im Wege, nur Mut - es liest sich schlimmer als es ist!
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