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Tipps für ein gutes Hochzeitsfoto

Hochzeitbilder selbst machen, das sollten Sie beachten.

Bei Hochzeitsbildern ist Kreativität gefragt. Das Hochzeitsporträt mit Sektglas in der Hand oder einem schwungvoll dargebrachten Wurf von Blumen wird kaum noch jemanden überraschen können. Zeigen Sie bei Ihrem selbst gemachten Foto-Shooting Einfallsreichtum und setzen Sie, je nach Möglichkeiten, neue und vielleicht sogar ungewöhnliche Perspektiven ein.

Ein Hochzeitsbild wie das andere. Leider versagen bei der Hochzeitsfotografie 99% aller Fotografen. Wirklich gute Ideen sind kaum noch vorhanden und so sehen 99% aller Hochzeitsbilder irgendwie gleich aus. Steif possiert das Hochzeitspaar an einem Baum im benachtbarten Park, ein unverzeihlicher Fauxpas und schon 1000mal gesehen. Wenn Sie keine Spiegelreflexkamera besitzen oder in Ihrer Bekanntschaft noch niemand eine solche Kamera besitzt, dann sollten Sie in einem guten Fotogeschäft die Möglichkeit in Anspruch nehmen, diese Kamera zu leihen. Das geht schon für 50 Euro am Tag. Es lohnt sich!

Grundlegendes: Der Ort sollte so hell wie möglich aber Schattig sein, kein direktes Sonnenlicht! Wenn nichts geht, benötigen Sie einen Aufsteckblitz und sollten dazu ein Kabel leihen um den Aufsteckblitz rechts oder links von der Kamera positionieren zu können. Direktes blitzen geht mit einem schwenkbarem Kopf auch (gegen die Decke), das Resultat ist jedoch mit einem Blitz der etwas seitlich entfernt von der Kamera eingesetzt wird um ein vielfaches besser für Porträtaufnahmen bei der Hochzeit und ermöglicht zusätzliche Möglichkeiten.

Die günstige Lichtvariante, 2-3 Baustrahler die mit Hilfe von Bettlaken oder Tischdecken auch ein weiches "studioähnliches" Licht liefern können. Es müssen nicht immer teure Reflektoren aus dem Fotogeschäft sein, sogar eine weiße Styroporplatte eignet sich dafür oder die Alumatte für den Sonnenschutz im Auto. Sorgen Sie für viel weiches Licht.

Spielen Sie mit der Schärfe und verzichten Sie auf den Einsatz des Autofokus. Glasfächen, Spiegel, ein Tisch, Kachelboden oder eine Wasserfläche. Es gibt so viele Möglichkeiten Reflektionen interessant einzubinden und mit manueller Schärfeeinstellung geht das sehr viel besser. Binden Sie die Umgebung mit ein, egal wo sie auch sind. Dabei muß es kein edles Restaurant sein, oder ein Schloßpark. Ich habe schon Hochzeitsfotos mit einem Baustellenfahrzeug im Hintergrund oder einer Fußgängerzone im Hintergrund gemacht. Wichtig ist, dass Sie das Brautpaar einbinden in diese "Szene" und nicht nur einfach irgendwo hinstellen. Lassen Sie das Brautpaar etwas tun und bereiten Sie sich darauf vor. Je nach Location sollten Sie im Vorfeld einige Ideen für diese Aktionen entwickeln. Spontaneität ist sehr gut, Ratlosigkeit jedoch eine Katastrophe bei einem Fotoshooting.

Ein professionelles Modell hat ein Repertoire an Posen, das Brautpaar wird das in den meissten Fällen nicht können und fühlt sich vielleicht sogar unwohl vor der Kamera. Reden Sie, reden Sie viel. Sagen Sie was zu machen ist und geben Sie rollenähnliche Beispiel und Situationen vor, ähnlich einem Regisseur. Das kann zu Auflocken am Beginn des Fotoshootings auch etwas unsinnig sein, "jetzt Schimpf mal mit Deinem Mann, er ist gerade zu spät nach Hause gekommen". Egal, hauptsache das Brautpaar steht nicht einfach so herum einzig das leise Auf- und Abklappen des Spiegels im Fotoapparat durchdringt die Stille. Nach einigen Posen wird das Brautpaar dann auch lockerer und es darf dann auch mal klassischer werden.

Ungewöhnliche Bildausschnitte wählen, Brautpaar im unteren Viertel, ein Baum, Gebäude oder der Himmel darüber. Ungewöhnliche Positionen mit der Kamera versuchen. Details einsetzten, Ringe sind der Klassiker, aber es gibt von Kopf bis Fuß noch viele andere Dinge, die markant für diesen Tag sind. Gerade der Schleier ist ein tolles Objekt und kann vielfältig eingesetzt werden, gerne als lichtdurchfluteter Schleier im Gegenlicht. Die Corsage der Braut, die Schleppe, Krawatte oder Fliege des Bräutigams. Evtl. ein Hut oder auch die Schuhe. Es gibt unzählige Möglichkeiten mehr als den Braustrauß dem Brautpaar in die Hand zu geben.

Auktionen sind auch immer ein Blickfang, erfordern aber ein wenig mehr Erfahrung beim Umgang mit Blende und Verschlußzeit. Trotzdem, wenn Sie es versuchen möchten: Werfen, Fangen, am Schlips ziehen und sportliche Aktionen, so weite diese mit dem Brautkleid möglich sind. Ein Kind bring einige Luftballons und lässt sie vor dem Brautpaar los, das Brautpaar muß reagieren und versuchen die Luftballons zu fangen. Das sind kostbare und kurze Momente, wenn ein Foto da gelingt kann es fantastisch sein, wenn die Braut vor den Augen der Verwandtschaft nach dem Luftballon springt.

Es gibt viele Möglichkeiten, alle zu beschreiben führt hier zu weit. Ich möchte nur aufzeigen, dass es sich lohnt sich Gedanken zu machen und Sie sich einige Posen mit den passenden Regieanweisungen von Ihnen vorher überlegen sollten. Helfen Sie dem Brautpaar, es sind neben der Fotos ihrer Kinder die wichtigsten Bilder im Leben der Familie. Wie sie es auch machen, zuerst muß die entsprechende Stimmung und der Rahmen geschaffen werden. Mit etwas Vorbereitung, einer DSLR, Aufsteckblitz mit Kabel oder andern Hilfsmitteln für gute Beleuchtung können Sie es schaffen diesem Augenblick gerecht zu werden. Die Mühe lohnt sich!


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© Fotografen Welt - Dirk Baumbach Fotografie, Köln

Unternehmens- und Werbefotografie