Fotografen Köln Bonn Düsseldorf
Weitere Themen:
· Blitzmethoden
· Bildrauschen im Griff
· DPI und Pixel
· Eine Kunst?
· Fotografenkrise
· Fotokurse
· Hochzeitsfotos
· Nach der Uni
· NX2 oder Adobe
· Nikon D3s Test
· Panoramafotografie
· Passbilder
· Polfilter
· Portraitobjektive
· RAW und JPEG
· Richtig blitzen
· Starfotografentipps
· Stilmittel für gute Bilder
· Tiefenschärfe
· Testsieger getestet
· Uhrheberrecht Fotografie
· UV-Filter, macht es Sinn?

Blende, Brennweite und Belichtung

Richtiger Einsatz der Blende, Verhältnis der Tiefenschärfe

 

Wie die Belichtung, ist die Blende ein starkes gestalterisches Element. Eine Programmautomatik kann nicht wissen was Sie im Sinn haben und für Sie dreidimensional Denken. Dieses Thema macht nur Sinn, wenn Sie mehr als ein richtig belichtetes Foto machen möchten und bereit sind Ihre Kamera auch ohne Automatik einzusetzen..

 

Mit Ausnahme von Spiegelobjektiven (Finger weg davon) haben alle Objektive eine Blende. Die Blende steuert die Menge des einfallendes Lichts auf den Sensor in dem sie durch das Schließen der Blende die Lichtmenge vom Rand her beschneidet. Durch die Verringerung der Randstrahlen werden die dort auftretenden Linsenfehler des Objektivs verringert, was dann eine höhere Tiefenschärfe zur Folge hat. Je kleiner der Lichtkegel, um so kleiner sind auch die Unschärfekreise vor und hinter diesem Schärfepunkt. Leider geht dies nicht beliebig weit, denn ab einem gewissen Punkt treten bei zu kleiner Blende wieder Beugungseffekte auf die die Bildqualität ebenfalls mindern und sich dadurch auch ein Verlust der Schärfe ergibt. In früheren Zeiten lag diese kleinste noch gute Blende (auch förderliche Blende genannt) bei 16, heute liegt zu 90% 1-2 Blenden darunter. So wird der Blendenbereich von 11-16 beispielsweise für Landschaftsaufnahmen gerne verwendet um möglichst viele Details scharf abzubilden.

 

Andere Motive benötigen vielleicht das genaue Gegenteil. Eine große Blende verkleinert den Schärfebereich, eine Person wird scharf abgebildet und schnell wird der Bereich davor und dahinter unscharf. Irgendwo in der Mitte , im Bereich der Blenden 5,6 - 8 (bei teuren Objektiven in Ausnahmefällen sogar schon bei Blende 4) liegt der Schnittpunkt der Linien, von den Abbildungsfehlern der Randstrahlen zu den Beugungsfehlern bei zu kleiner Blende. Wenn Sie eine Person bei einen Portrait vollständig scharf abbilden möchten müssen Sie über Blende 11 gehen, dies wird jedoch nur in Studios mit entsprechenden Hintergrund und guten Lichtverhältnissen für Werbe- und Katalogfotografie so gemacht. Sehr gute Ergebnisse werden Sie bei Portraits beispielsweise mit Blende 6,3 -7,1 erreichen. Wenn es Ihnen gefällt geht es auch weit darunter. Mit einer Blende 4 und einem Schärfepunkt auf den Augen, sind die Ohren bereits unscharf. Wie sich die Person also darstellt hängt ganz wesentlich von der gewählten Blende ab.

Wie ist nun das Verhältnis der Tiefenschärfe bei den unterschiedlichen Brennweiten, sieht 50mm mit Blende 8 anders aus als 90mm mit Blende 8 und warum eigentlich?

 

Fortsetzung folgt:

 

- zurück zur Übersicht der Fototipp Beiträge

 

© Fotografen Welt - Dirk Baumbach Fotografie, Köln

Unternehmens- und Werbefotografie