Naturfotografie – Das Ganze und die Details

Fotografen wissen das, aber Suchende im Internet erkennen die Unterschiede nicht sehr häufig. Sie stellen Landschafts- und Naturfotografie oft unter eine „Überschrift“. Die Übergänge sind sicherlich fließend und dennoch unterscheiden sich die Bereiche. Zur Landschaftsfotografie gehören Panoramen und 360 Grad Aufnahmen. Zur Naturfotografie auch die Makrofotografie und nicht zu vergessen der Bereich Tierfotografie.

Naturfotografie definiert sich mehr über die Darstellung der aus ihrer Umwelt hervorgehobenen belebten Materie, als das Fotografieren von Pflanzen und Tieren im Ganzen und im Detail. Dabei ist natürlich die Nähe zur Landschaftsfotografie immer gegeben. In einem Fall ist es der vom ständigen Wind geformte Baum am Rand eines Abhangs und im anderen die spanungsreiche Wechselbeziehung zwischen Baum und der Tiefe des Abhangs. Persönlichkeiten in der Welt der Naturfotografie gibt es viele, aber leider ist es nicht immer sehr einfach ein gelungenes Landschafts- bzw. Naturfoto zu machen. Zuerst stellt sich natürlich die Frage, soll das Objekt aus der Umgebung herausgelöst werden muß oder eine hohe Schärfe in allen Bereichen benötigt wird.

Welches Format darf es sein? Hochformat, Querformat? In analogen Zeiten wurde bei der Naturfotografie immer zur Mittelformatkamera gegriffen, nicht nur wegen der Details, auch wegen des Dynamikumfangs, der extrem hoch sein kann, wurde z.B. gerne mit Mittelformat-Dia gearbeitet. Feinste Details sind aber heute auch mit über 20MP möglich und auch in Sachen Dynamik sind wir nicht mehr weit von dem Standard der Analogfotografie entfernt. Berücksichtig man die digitalen Möglichkeiten, liegt der Dynamikumfang der heutigen DSLR Kameras mit CMOS Sensor nach der Bildbearbeitung sogar schon darüber.

Die einfachste Art, einen Baum formatfüllend abzubilden, ist die Wahl des richtigen Aufnahmeabstandes. Man geht einfach nah genug heran, bzw. weit genug weg. Wirkungsvoller aber ist es, zum Herauslösen des Motivs aus seinem Umfeld Lichtstimmungen zu berücksichtigen. Die Formel heißt hierbei, schräg einfallendes Licht, am besten zur frühen oder späten Stunde, wenn die Sonne tief steht. Hierdurch wird der Baum plastisch und die Strukturen können gut dargestellt werden.

Wichtig ist bei der Bildgestaltung immer wieder die eigene Wahrnehmung von Mustern, Formen, Farben und Strukturen zu schulen. Es sind die entscheidenden Elemente der Naturfotografie. Was es zum Thema Ausrüstung noch zu berücksichtigen gibt finden sie hier:

der Einsatz von Polfiltern in der Naturfotografie

– Verlaufsfilter richtig einsetzten – die Dynamik im Griff

– Weniger ist mehr – die Grundregeln für gute Fotos

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