geschrieben am: Mittwoch, 31. März 2010 - 10:19 Uhr
Ich muß gestehen, je länger ich mit den verschiedenen Kameras in der Praxis arbeite, um so mehr kann ich die Ergebnisse von Ken Rockwell nachvollziehen, dieser hat sich im übrigen für das Nikon System entschieden. Seine Entscheidung machte er vor allem von der Qualität der Objektive abhängig. Kameras werden oft schon nach kurzer Zeit durch ein technisch besseres Modell ersetzt. Ein gutes Objektiv war und ist die Grundlage für professionelle Arbeit, egal mit welcher Kamera, aus welchem Baujahr, Sie gerade fotografieren.
Wußten Sie, dass Nikon im Bereich der Labortechnik und bei Mikroskopen Marktführer ist. Die leistungsstärksten Optiken von Nikon für Wissenschaft und Forschung (Marktanteil fast 40%) zeigen bis zu 10.000 Linien pro Millimeter? Damit lag Nikon mehr als 1mal sogar vor Zeiss und Leitz. Ich glaube, die meißten Fotografen kennen auch die Testberichte bei Photozone. Bei der Durchsicht wird auch dort schnell klar, dass die Nikon Objektive zur Spitzenklasse gehören, was sich leider auch preislich niederschlägt.
Ken Rockwell hat die Canon 5D Mark II ebenfalls getestet und auch Vergleichtests zwischen Nikon und Canon Kameras gemacht. Die Seiten von Kenn Rockwell sind sehr umfangreich. Man sollte sich Zeit nehmen, denn es gilt, eine große Zahl von Testberichten zu durchforsten. Das Fazit von Ken Rockwell (er fotografiert seit den 70er Jahren) lautete nach unzähligen Tests: Für Portraits, Konzert und Sport nehmen Sie am besten Nikon. Wenn die Details Ihnen nicht genügen, greifen Sie zur Canon 5D Mark II oder auch dem Vorgänger der 5D, vor allem für Landscapes und andere Aufnahmen mit vielen Details sind diese Canon Kameras sehr zu empfehlen.
Ganz so einfach ist es für mich nicht und ich finde, alle Fotos von Ken Rockwell haben die typischen Nikonfarben gemeinsam. Er scheint eine Vorliebe für diesen Farbstil zu haben. Einige Dinge sehe ich exakt so wie Ken Rockwell. Vor allem im Bereich der Portraitfotografie und natürlich im Eventbereich kann ich dies nachvollziehen.
Ich bin jedoch auch der Meinung, dass alleine die Testberichte und Bildvergleiche für eine solche Beurteilung nicht genügen. Ein Bild hat auch eine Farbstimmung, einen ganz bestimmten Stil. Canon hat den Profimarkt seit vielen Jahren im Griff und wir sind durch die Überzahl der fotos auf dem Markt alle etwas “Canonorientiert”. Der Canonstil “fühlt” sich daher professioneller an, wenn auch das eine oder andere Pixel oder etwas mehr Rauschen eine andere Sprache spricht.
Auch meine Frau ist von den knackigen Fotos der Canon Kamera immer wieder beeindruckt. Sie zählt keine Pixel und schaut auch nicht in den äußersten Bereich der Fotos, oder kann Objektivverzerrungen erkennen. So wie meine Kunden, trifft sie eine Entscheidung aus dem Bauch heraus ohne dies zu begründen. Nur Geschmacksache?
Für mich ist die derzeit optimale Kombination: Canon 5DII mit Objektiven bis maximal 70mm Brennweite. Alles ab 85mm – Aufnahmen für Portraits, Sport und Konzert, was auch höhere Isowerte für schnellere Verschlusszeiten erfordert sowie einen blitzschnellen Autofokus in jeder Situation – mit Nikon D700 oder wer es sich leisten kann mit der D3s.
Ob es ratsam ist mit beiden Systemen zu arbeiten kann ich noch nicht sagen. Ich habe mich aber zu diesem Schritt entschlossen. So werden die Kunden in den nächsten Wochen entscheiden was gefällt und ich berichte über das Ergebniss.
Die Arbeit mit der Canon 5D Mark II fällt mir persönlich leichter. Der Sucher ist um Welten besser und erlaubt präziseres arbeiten. Einige Funktionen wie Vollautomaik auf einen Dreh sowie 3 individuelle Programme die ebenfalls mit einem einzigen Griff eingestellt werden können, haben es mir angetan. Peinliche Momente die ich von der Nikon-Praxis kenne “hallo, sie sind der Fotograf, schauen sie mal, das müssen sie schnell fotografieren” – bleiben mir erspart. Wenn man gerade die Kamera mühsam auf eine bestimmte Situation eingestellt hat, ist das mit Nikon ein kleiner Alptraum, entweder ins Menue oder mit wenigstens 3-4 Einstellungen direkt an der Kamera alles umstellen und alles was vorher eingestellt war ist weg. Das Gefummel an den Knöpfen wirkt für keinen Kunden professinell, auch wenn es schnell geht. Die Canon 5D Mark II gebe ich nicht mehr her! Fragt sich nur, was die nächsten Wochen in der Praxis bringen und wie die Tendenz der Kunden bei der Bildauswahl ausfällt.
Die Fortsetzung zu Nikon vs. Canon gibt es dann mit einem entgültigem Fazit Anfang Mai.
geschrieben am: Dienstag, 30. März 2010 - 08:15 Uhr
Ich muß gestehen, vor 5 Tagen habe ich meine Nikons D700 und einige Objektive bei Ebay eingestellt. Heute habe ich diese Auktionen wieder vorzeitig beendet, da ich nun doch Zweifel habe und mir einige Dinge bei der Canon 5D MarkII nicht gefallen.
Wir sind seit 3 Tagen auf der Insel Fehmarn. Mit “Wir” meine ich Familie Baumbach (Susanne, Dirk,Alex und Max). Wir haben gutes Wetter und sind von Morgens bis Abends im Freien. Mitlerweile sehe ich sofort in Lightroom, welches Bild aus der Canon 5DII und welche Aufnahme von der Nikon D700 stammt. Besonders bei den Fotos im Tageslicht gefällt mir nun die ständige Tendenz zum Rot bei der Canon nicht. Bei Tageslicht dann doch lieber eine Tendenz zum Gelb. Nikonfarben sind im Vergleich für mich auch schöne Outdoorfarben. Trotz individuellem Picturestyle (Schärfen auf O und der Kontrast stark reduziert) unterliegt die Canon der Nikon bei den Fotos im Freien aber nicht nur wegen der Farben.
Was zum einen die Bilder so knackig und scharf erscheinen lässt, wird bei den Fotos unserer Kinder im Freien nun zum Nachteil. Die Haut ist nicht so schön und einige Aufnahmen, die für die Nikon kein Problem darstellten, zeigen bei gleicher Perspektive und Licht bei der 5DII Spitzlichter auf der Haut (gleiche Brennweite, gleiche Belichtung und Blende).
Heute Nachmittag waren wir beispielsweise mit Pferden unterwegs und ich habe die Kinder beim Reiten fotografiert. Die 5DII hatte trotz USM Objektiven sehr viel öfter einen Fehlfokus als die D700 mit den AF-S Objektiven. Wenn Sie Kinder beim spielen fotografieren müssen, nehmen Sie Nikon! Nun bin ich kein Kinderfotograf und die Angelegenheit mit dem Autofokus ist für mich nach wie vor nicht von so großer Relevanz, da ich weder als Presse- noch als Sportfotograf arbeite und ich oft sogar manuell fokusiere.
Aber Fotografie bei Tageslicht, egal ob Hochzeiten oder Portraits im Freien, ist da schon etwas anderes. Ganz ehrlich, ich bin auf die ersten Bilder von Hochzeitspaaren bei schönstem Frühlingswetter sehr gespannt. Ich vermute, dass Nikon bei diesen Bildern die etwas schöneren Ergebnisse liefern könnte als die 5DII.
Die Entscheidung über den Verkauf meiner Nikonausrüstung muß also warten. Nach wie vor spricht sehr sehr viel für die 5D Mark II – aber wie sich nun zeigt, ist nicht alles Gold was glänzt. Canon hatte bei Kunstlicht für mich klar gewonnen, mehr Details, ein sehr viel bessere Sucher, besserer Import bei Adobesoftware und sogar ein sehr viel besseres Rauschverhalten als ich erwartet hatte. Aber auch Nikon macht hier und da etwas gut und hat , wie sich nun zeigt, auf bestimmten Gebieten auch seine Vorzüge.
Vergleichfotos und Testbilder folgen, da ich diese erst nach meiner Rückkehr von Fehmarn an einem vernünftigen Monitor bearbeiten und einstellen möchte.
geschrieben am: Mittwoch, 24. März 2010 - 10:45 Uhr
Was bei dem Wechsel der Kameras während eines Shootings ganz besonders auffällt, Canons Sucher ist dem der Nikon D700 weit überlegen. Nicht nur klarer, auch heller und mit einem Bildausschnitt von 98% kommt es einem fast schon trübe und Matt vor durch den Sucher der D700 zu schauen. Ich kenne auch die Kameras von Pentax, Olympus, Samsung und Sony. Die Nikonsucher sind leider das Schlußlicht. Liebe Nikonentwickler, wenn nötig verzichtet lieber auf den integrierten Blitz und gebt der Kamera einen Sucher, den sie auch verdient hat. Vielleicht wird es ja was mit einem der Nachfolger, der D800 oder D700s, anders. Das ihr es besser könnt sieht man ja an der D3s.
Der Auslöser der Nikon fühlt sich direkter an. Ich kann das hier nicht genau erklären, aber beim fotografieren mit der 5DII habe ich immer das Gefühl, etwas zu spät ausgelöst zu haben. So, als hätte die Kamera nicht wirklich exakt an dem Punkt ausgelöst den ich haben wollte, wie ich das von der Nikon her aber gewohnt bin. Nun gut, die Nikon D700 begleitet dafür aber auch ein wirklich mächtiger Spiegelschlag. Nicht nur lauter ist als bei Canon, sondern ein Peng, dass die Kamera auch stärker erschüttert. Das kann jeder in einem Fotoladen durch wechselndes Auslösen der Kameras einfach einmal mal selbst testen. Canon macht “sswwmgag und Nikon PONG. Eine Geschmacksache!
Wichtig ist zum einen, mit welchem System man als Fotograf gut in der Praxis arbeiten kann und dazu gehören mehrere Faktoren. Ich habe sehr lange im Internet rescherschiert und konnte in den USA einen Fotografen finden, der mit Nikon und Canon gleichzeitig fotografiert (so wie ich im Moment und vielleicht schon bald auch dauerhaft). Der Fotograf Neil van Niekerk wurde in Südafrika geboren, lebt in den USA und arbeitet vor allem als Portrait- und Hochzeitsfotograf. Viele seiner Ansichten kann ich sehr gut nachvollziehen und finde es für mich sehr interessant, dass ich nach meinen Erfahrungen die Bilder auf seiner Webseite sofort nach ihrer Herkunft bestimmen kann. Das dürfe dann für mich auch der Grund neben der Geschmacksache des Fotografen sein, nähmlich der Geschmack des Kunden und da glaube ich, dass man sich an Nikon igendwie satt sehen kann. Dazu später aber noch mehr, wenn ich erste Rückmeldungen der Kunden habe.
geschrieben am: Uhr
Die Canon meistert den Weißabgleich vor allem bei künstlichem Licht besser als die Nikon. Die 5D Mark II zeigt immer eine leichte Tendenz zum Rot, die Nikon hingegen tendiert doch merklich zum Gelb. Was nun besser gefällt muß jeder selbst entscheiden. Ich persönlich finde die Canon Farben in 90% aller Fälle natürlicher. Nur bei Tageslicht gefällt mir die Nikon besser, besonders wenn Grün- und Blautöne eine Rolle spielen, wirken die Canonfotos kühler.

Die leicht gelblichen Farben lassen Nikon bei Tageslicht besser aussehen
Weiterhin wird der stärkere Kontrast der Canon Kameras bei diesen Beispielen sichtbar. Dies ist mir bereits am ersten Tag bei der 5D aufgefallen. Die Bilder der Canon wirken durch den stärkeren Kontrast zunächst “knackiger”, verlieren dadurch jedoch wieder bei Aufnahmen mit viel Dynamik. Nikon bringt dann vor allem in den Tiefen mehr Zeichnung als Canon. Zudem schärft die Canon in der Kamera mehr als Nikon dies tut. Wenn die 5D II mit Picturestyle entsprechend eingestellt wird und man das Schärfen reduziert ähneln die Bilder schnell denen der Nikon. Bei allen Testbildern bleibt eines jedoch immer gleich: Die Canon ist in den Details der Nikon bis 1600 Iso überlegen, auch nachdem auf gleiche Größe skaliert wurde.

Bis 1600 Iso zeigt die 5D II mehr Details als die D700
Wer Details braucht, kommt also an der Canon nicht vorbei (bis 1600 iso). Wer höhere Isowerte benötigt wird aber nichts gewinnen. Hier übernimmt Nikon die Führung und das mit halb so großen Dateien. Richtig, die Bilder der Canon brauchen mehr als das Doppelte an Speicherplatz auf der Festplatte als die Nikon. Alle weiteren Schritte, Import, Bildbearbeitung und Export dauern somit auch länger.
geschrieben am: Uhr
Mein dritter Termin mit beiden Kamerasystemen war in einer Schule in Düsseldorf. Für das Kultusministerumg sollte die Reportage einer Unterrichtsstunde erstellt werden. Die Lichtsituation war typisch für ein Klassenzimmer, Tageslicht gemischt mit Neonröhren und nahe der Tafel noch 2 Lichtkästen mit normalen Glühbirnen. Auf den Einsatz von Blitzgeräten mußte verzichtet werden. Die Nikon D700 hatte schon etwas Mühe mit den Lichtverhältnissen. Nach 10-12 Testbildern habe ich mich bei beiden D700 Kameras eine durchweg manuelle Einstellungen gewählt, die Canon stand auf AV. Der Weißabgleich war bei allen Kameras auf Automatik gestellt, zu Beginn habe ich Fotos mit Graukarte gemacht.
Die Canon kam, wie ich schon bei vorherigen Test bemerkt hatte, auch mit dieser Lichtsituation ebenfalls besser zurecht. In der späteren Bildbearbeitung zeigt sich, dass fast keine Veränderungen in Lightroom nötig waren, 90% der Fotos stimmten mit dem Testbild der Graukarte schon überein, die Bilder tendierten nur minimal zu etwas mehr rot. Mit der D700 war das anders, die Bilder waren zu Gelb und hatten oft auch einen leichten Grünstich, dieser wurde dann in Lightroom bei allen Nikonfotos entsprechend korregiert. Insgesammt kann ich sagen, dass die Nikonbilder sich alle sehr in den Farben unterscheiden und Canon fast immer gleich aussieht. Nach der Bildkorrektur der Nikonfotos ist dies angegeglichen, ein “gefühlt” gelberes Bild bei der Nikon. Hier ein für mich typisches Bild, was den Vergleich gut zeigt. Beide Fotos wurden mit Iso800, 1/100 und Blende 3,5 bei 50mm fotografiert:

Canon eos 5D Mark II

Nikon D700
Die Kameraeinstellungen waren bei beiden Kameras auf Neutral gestellt. Ich muß weiterhin erwähnen, dass ich die Nikonfotos zuerst mit ViewNX in Tiff umwandle, da der Qualitätsverlust der NEF Formate von Nikon bei einem Import in Lightroom oder Photoshop doch erheblich ist. Die Canon Raw-Dateien wurden von mir direkt importiert, da ich zum hauseigenen Rawconverter von Canon keinen Unterschied festellen konnte.
Praktisch gesehen: Der Autofokus war minimal schneller bei Nikon, das muß ich gestehen, da dies aber weder ein Presse- noch Sporttermin war, spielte es keine Rolle für mich. Zu den Details muß ich sagen, dass ich für den nachfolgenden Vergleich das Canon Foto auf die gleiche Pixelzahl der Nikon skaliert habe um bei gleicher Bildgröße vergleichen zu können. Diese beiden Beispiele zeigen, dass ein mehr an Pixeln auch in der Verkleinerung etwas mehr Details zeigen (siehe Augenbrauen).

Detailschärfevergleich bei gleicher Skalierung

Detailschärfevergleich
Ich habe natürlich mehrere Fotos gemacht und mich jeweils für das schärfste Bild entschieden. Der Unterschied ist minimal, aber sichtbar. Ich muß gestehen, das hatte ich nicht erwartet, denn ich war der Meinung, dass 9 Megapixel mehr in der Praxis nur etwas bringen, wenn sehr kleine Ausschnitte gewählt werden und mehr Megapixel bei “normalen” Bildgrößen nicht wirklich etwas bringen. Ich muß mich da leider korregieren.
Am Ende: Bleibt mir noch zu erwähnen, 278 Fotos habe ich in 90 Minuten gemacht. 171 mit den beiden Nikon Kameras und 107 mit der Canon 5DII. Nachdem ich in Lighroom alle Anpassungen gemacht hatte, habe ich meine Auswahl der 120 besten Bilder am folgenden Tag getroffen. Diese Auswahl geht bei mir sehr schnell und dauert nur wenige Minuten, um alleine den ersten Eindruck entscheiden zu lassen. Von den 120 Fotos für den Kunden vielen auf die Nikonkameras 44 und auf Canon 76. Ob dies nur ein Zufall ist werden weitere Praxistests zeigen.
geschrieben am: Montag, 22. März 2010 - 04:35 Uhr
5 Tage sind vergangen und alles was mir zunächst merkwürdig anders erschien, ist bereits in Fleisch und Blut übergegangen. Auch das Wechseln von Canon zu Nikon bei einem Shooting erweißt sich in der Praxis als weniger problematisch als ich zunächst dachte.
Wie ich vermutet hatte, jede Bedienung ist irgendwann gut. Das Nikon besser oder schechter als Canon zu bedienen ist kann ich nicht nachvollziehen und ist falsch. Außerdem interessiert das keinen Kunden. Auch nicht, ob sich das Gehäuse sich für den Fotografen hochwertiger und schöner anfühlt.
Einige Dinge sind mir dann aber doch aufgefallen:
Was Nikon besser kann:
9 Messfelder bei Canon gegen 51 Messfelder für den Autofokus bei Nikon. Ganz ehrlich, 51 Messfelder sind mir praktisch gesehen zu viel, gebraucht habe ich in der Praxis niemals 51 Messfelder. So viele Felder machen viele Klicks erforderlich um von rechts nach links zu gelangen und darum habe ich die D700 immer auf 9 Messfelder eingestellt. Aber die Möglichkeit zu haben ist ebenso beruhigend. Jedoch die Größe des AF-Feldes ist für mich unverzichtbar geworden, das ist klasse bei Nikon. Liebe Canon Fotografen, Respekt! Mir ist klar geworden, woher mein Gefühl kommt, dass Canon Fotografen häufiger auf den Auslöser drücken als Nikonianer. Ich selbst habe es beim ersten Portraitshooting im Fotostudio auch getan. Vielleicht ein Zufall, aber so war es. Die Felder liegenbei der Canon 5D Mark II für einen Nikon Fotografen so dich beieinander, dass es überhaupt keinen Sinn macht diese Messfelder hin und her zu schalten. Die 9 Messfelder sind bei der Canon einfach in der Bildmitte zu Dicht zusammen. Da belasse ich es einfach beim mittleren Fokusfeld und halte mit der AF-Taste den Fokus fest bis ich beim eigentlichentlichen Bildausschnitt auslöse. Es geht mir nicht um die Anzahl, sondern allein um die Größe des AF-Messfeldes. Da gewinnt Nikon klar vor Canon. Weiterhin ist insgesammt der Autofokus bei Nikon etwas schneller. Das mag nur eine Winzigkeit sein, aber manchmal sind auch Millisekunden entscheident. Vor allem bei availible light Fotografie war mein AF-S Objektiv dem USM System immer ein kleines Stück voraus und konnte auch bei Kerzenschein fokusieren.
Letzter und kleiner Kritikpunkt bei der Canon ist für mich, dass die Ansicht der Bilder nicht bis zu tatsächlichen Pixelgrösse reicht. Ich bin es von der D3 oder D700 gewohnt bis in die Pupille (wenn nötig) zu zoomen bei der Ansicht. So kann ich bis ins kleinste Detail ein Foto auch ohne Notebook kontrollieren. Bei Canon geht dies leider nicht. Ich bin mir nicht sicher, wie weit die Vergrößerung reicht, mir war es in jedem Fall mindestens 1-2 Stufen zu wenig. Etwas mehr Vergrößerung dürfte es da schon sein liebe Canonentwickler.
Was Canon besser kann
Sehr auffällig, der Weißabgleich. Canons Weißabgleich ist erfolgreicher als der von Nikon. Die Canon 5D Mark II geht zwar ganz minimal ins rot, zum Vergleich des wirklich kräftigen Gelbtons bei Nikon halte ich dies jedoch für nicht erwähnenswert. Egal welche Lichtsitation, der Automatische Weißabgleich muß jeden Nikon Fotografen sofort begeistern. Damit nicht genug, eine Taste, die ich als Nikon Fotograf nicht kenne, weckt meine Neugier: Der Picture-Style! Dieser ermöglich es mir ganz individuell vorgegebene Programme nicht nur zu ändern, sondern auch eigene Presets anzulegen. Damit meine ich nicht Standard / Neutral / Kräftig und Monochrom wie es bei Nikon angeboten wird, sondern für alle Presets die weiteren Feineinstellung wie Schärfe, Kontrast, Sättigung und Farbton mit Druck auf den Picturestyle Knopf festlegen zu können. Dies ermöglicht eine sehr individuelle Anpassung für unterschiedlichste Aufnahmesituationen. Bei der D700 ist dieslediglich mit vielen Klicks durch das Menue einstellbar und leider auch nicht mit den Möglichkeit einer Abstufung +5 und -5. Jetzt könnte man argumentieren, ist ja in Raw eh egal. Wer mit 400 Fotos und mehr nach Hause kommt wird sich wundern, um wie vieles schneller die Nachbearbeitung der Canon Fotos ist wenn die diese Einstellungen bereits in der Kamera dem jeweiligen Shooting angepasst wurden.
Das Modus-Wahlrad. Was ist denn das? Oder, ein Nikon-Fotograf schmunzelt. Na ja, dachte ich, was für riesen Drehknopf, den Platz hätten die doch sparen können und wie bei Nikon dort gleich4 andere Funktionen unterbringen können. Alle anderen Knöpfchen sind ja nun auch etwas kleiner als bei den Nikon Kameras. Aber,
ich sehe das jetzt anders. Neben den üblichen Standardbetriebsarten P /Tv / Av / M und B können unter C1, C2 und C3 alle (alle) Kameraeinstellungen gespeichert werden und sind mit einem einzigen Dreh am Rad sofort eingestellt. Nikon hat das mit A B C und D zwar auch, dazu muß aber ins Menue geschaltet werden. Zudem gibt es Einstellungen die sich nicht speichern lassen, IsoWert bzw, AutoIso, oder Messfeld und Autofokus Messfelder. Wenn ich beispielsweise bei einer Hochzeitsfeier vor der Kirche fotografiere, dann hineingehe und die Braut bis zum Traualtar begleite, sind dies mindestens 3 völlig verschiedene Lichtsituationen, mit unterschiedlichsten Einstellungen. Bei Nikon sind das nicht nur 3 Klicks im Menue, sondern weitere für Iso und Messeldwahl.
In der Praxis macht das in einem solchen Moment kein Fotograf, das rumschalten wirkt nicht nur für den Kunden unprofessionell es kostet einfach zu viel Zeit und schließlich soll ja fotografiert werden und meine Aufmerksamkeit gehört voll und ganz diesem Moment. Bei Canon = 1 Dreh!
So sehe ich nun das Wahlrad völlig neu. Das wäre aber nicht alles, kehrt man beispielsweise von einem solchen Programm wieder zurück zum zuvor verwendeten Modus AV, M, TV usw ist die zuletzt gewählte Einstellung noch immer vorhanden. Also, praktisch noch mehr Speicher für die Unterschiedlichen Situationen. Bei Nikon heißt das 1x verstellt ist auch verstellt. Bei Canon kann ich zu jeder Zeit hier ein Foto mit Blitz machen, auf ein Programm gehen und mit dem vorhanden Licht bei hohem Iso arbeiten. Ganz gleich was ich dann verstelle, kehre ich zum vorherigen Modus zurück, sind alle zuvor gewählten Einstellung noch da. Das macht Canon wirklich sehr gut und lässt ein unglaublich entspanntes arbeiten zu.
geschrieben am: Sonntag, 21. März 2010 - 02:10 Uhr
Es ist schon verwunderlich, welche Details die Canon 5D Mark II liefert. Ich finde das Thema für mich persönlich zwar nicht ganz so wichtig, da die Kunden ja in 95% der Fälle sowieso eine kleinere Skalierung der Fotos erhalten und selbst bei belichteten Fotos in einer Größe von 13×18 cm es nachweißlich keinen Unterschied zu einer Kamera gibt, die nur halb so viele Pixel hat wie die Canon Mark 5DII. Wer jedoch in seinen Bildern auf viele Details angewiesen ist (Gruppenaufnahmen, Naturfotografie, Messestandfotos usw) oder die Möglichkeit für kleinste Bildausschnitte haben möchte, muß der Canon (bei richtiger Kameraeinstellung) den Vorzug geben. Das alleine macht zwar nicht ein besseres Bild, aber den Vergleich wollte ich mit einem eigenen Bildtest trotzdem machen und habe folgendes Motiv für Testaufnahmen verwendet:

Detail- & Isotestbild - Vergleich zwischen 12 & 21 Megapixel
Der mit rot umrahmte Bereich daraus nun in der Darstellung der Tatsächlichen Pixel:

Ansicht: Tatsächliche Pixel
Alle Welt spricht vom tollen Rauschverhalten der Nikon Kameras. Also wiederhole ich den Test mit höheren Iso-Werten um die Details ein weiteres mal zu vergleichen:

Ab 2000 Iso lässt Nikon die Canon 5DII hinter sich
Ich habe in vielen Isoeinstellungen Testbilder gemacht, bis Iso 1600 zeigt die Canon deutlich mehr Details. Ab Iso 2000 bringen die 9 Megapixel allerdings keinen sichtbaren Gewinn mehr. Es stehen zwar nach wie vor mehr Pixel zur Verfügung, Details werden aber nicht mehr dargestellt als vergleichsweise mit der D700. Diese Aufnahmen habe ich ohne Rauschunterdrückung gemacht.
Anschließend habe ich alle Testaufnahmen wiederholt und die interne Rauschunterdrückung der Kameras aktiviert. In der Einstellung Standard war das bei der Canon 5D II ein derartiger Qualitätsverlust (auch unter Iso 800), dass ich diese Bilder wieder gelöscht habe. Ein aussagefähiger Qualitätsvergleich war mit Canons Rauschreduzierung nicht mehr möglich. Nur mit Einstellung “gering” konnte ich dann den Test schließlich überhaupt durchführen.
Die Rauschunterdrückung der Canon 5D MarkII zerstört zu viele Detailss. Ich habe versucht das in Photoshop zu optimieren und nach einer Skalierung auf halbe Größe nachgeschärft. Ganz gleich wieviel Zeit ich investierte, ein besseres Ergebnis als das nachfolgende bei Iso 1600 war nicht mehr zu erziehlen.

Bei der Canon 5D Mark II sollte die Rauschunterdrückung ausgeschaltet sein
Wer noch darüber diskutiert, ob Canons Rauschunterdrückung ein oder ausgeschaltet sein sollte, dem ist nicht zu helfen. Bereits bei Iso200 greift Canon ins Bild ein, bei 400 Iso ist schon ein sichtbarer Teil der Details verloren. Bei 800 Iso sollte sich jeder bei eingeschalteter Rauschunterdrückung fragen, wozu er noch mit 21 Megapixel fotografiert. Hier noch ein Beispiel (tatsächliche Pixel):

Wer die Canon 5DII wegen der Details schätzt, sollte die Rauschunterdrückung immer deaktivieren
Was denkt sich Canon nur mit einer solch nutzlosen Rauschunterdrückung? Als Nikonfotograf kenne ich das anders, geringe Rauschunterdrückung sollte auch geringe Rauschunterdrückung heißen. Nikon arbeitet auch hier besser als Canon.
Trotzdem, die Canon gewinnt bis Iso 1600 in der Bildqualität, so lange die interene Rauschreduzierung deaktiviert bleibt. Dies ist auch der für mich “normale” Isobereich. Darüber arbeite ich sowieso nur in Notfällen und für diese wenigen Bilder gibt es gute Plugins für Lightroom oder Photoshop (Tipp: Nik DFine 2.0)
Obgleich sich für mich der Verdacht aufdränkt, dass Canon etwas “mogelt” und in besonderer Weise nachschärft. Dies zeigt sich an sehr feinen (Größenordnung von 1 Pixel) Doppellinien welche den Schärfeeindruck erhöhen. Unter Messbedingungen trägt dies auch zu höheren Auflösungswerten bei (könnte man hier böswillige Absicht unterstellen). Weiterhin manipuliert Canon die tonwerte um so knackigere Bilder zu erzeugen. Aber jeder Kamerahersteller hat so sein System und eigentlich ist mir es egal, wie es Canon macht, wenn es dem Kunden am Ende besser gefällt. Ich habe bereits viele Vergleichstests dieser Kameras aufmerksam gelesen und hatte eigentlich mehr Rauschen bei der Canon erwartet. Wer die Testfotos in der Originalgröße und einer Skalierung auf gleiche Bildgröße herunterladen möchte kann dies hier tun:
Alle Testbilder / ohne Rauschunterdrückung
Alle Testbilder / +Rauschunterdrückung (niedrig)
FAZIT: Selten fotografiere ich mit Iso-Werten über 1600, nur in Notfällen. Auch im Standesamt und der Kirche habe ich mit meinen Nikon Kameras fast nie mehr als 1600 Iso verwendet, da Farbstabilität und Dynamik mir ab diesem Bereich doch etwas zu gering sind. Die Canon 5D Mark II gewinnt mit ihrer Bildqualität bei ausgeschalteter Rauschunterdrückung für mich ganz klar bis 1600 Iso durch ihre bessere Darstellung und Detailschärfe. Natürlich bleibt zu bedenken, das der größte Teil der Objektive nun an grenzen stößt. So auch ein 24-105 USM mit Bildstabilisator von Canon. Es bedarf schon einer wirklich sehr guten Optik um die 21 Megapixel bis in den Rand sauber bedienen zu können. Wer dies kann erhält viel. Der oft als Kaufentscheidung für eine Nikon D3 oder D700 angeführte Grund des besseren Rauschverhaltens ist für mich, realistisch betrachtet, im “normalen” Isobereich nicht gegeben. Wer mit sehr viel höheren Isowerten arbeiten muß, beispielsweise in der Sportfotografie, sollte sich Testbilder der Nikon D3s anschauen. Farbe und Dynamik sind bei diesem Spitzenmodel von Nikon bis 6400 iso stabil. Die D3s zeigt bei gleicher Pixelzahl mehr Details (ca 2000 Linien mehr ) und hat das mit großem Abstand beste Rauschverhalten zum derzeitigen Augenblick.
geschrieben am: Freitag, 19. März 2010 - 10:52 Uhr
Ein leidiges Übel ist nach wie vor der Import des Nikon Raw Formats (nef) bei Adobe Programmen. Ganz gleich ob Photoshop oder Lightroom, diesen Programmen ist der Spitzenplatz nicht mehr abzusprechen, es ist der Standard für alle professionellen und semiprofessionellen Fotografen geworden. Vor allem Lighroom ist ein mächtiges Werkzeug, das auch bei großen Mengen einen hervorragenden Worklow bietet. Leider ist besonders das Ergebnis des NEF Formats eine kleine Katastrophe, vergleicht man es mit den Hauseigenen Konvertern wie Capture NX2 von Nikon oder dem kostenlosen ViewNX.
Einen ersten Bericht zum Thema richtiger Import des RAW Formats bei Adobe Software gab es auf unseren Seiten bereits vor einiger Zeit. Adobe konnte das Ergebnis auch in der aktuellen Lighroom Version nicht verbessern. Auch Nikons ViewNX ist noch immer ein großes Ergernis in Sachen Stabilität und neigt weiterhin dazu Dateien zu löschen.
Wer jedoch auf Qualität setzt wird auch mit dem besten Kameraprofil, den aufwendigsten Einstellungen und Veränderungen sowie einer Vielzahl von Bearbeitungsschritten bei der Bildbearbeitung nicht das gleiche Resultat erziehlen, wie bei einem Import das gleichen RAW Bildes in einer Nikon Software.

Der kleine Umweg über ViewNX beim Import lohnt sich!
Wie es leicht zu erkennen ist, das leidige Thema bei Nikon. Links der direkte Import in Adobe Lightroom, zu gelb, zu rot, zu viel Kontrast, zu fett und weniger Zeichnung in den Tiefen als beim Import über ViewNX, mit anschließendem TIFF-Export (mit Lwz-komprimiert) zu Lightroom. Zum Teil sind der Ergebnisse weniger auffällig, in einem anderen Beispiel dann wieder sehr gravierend. Bei diesem Beispiel finde ich es beachtlich, wie Nikons Software den Grauton des Sakkos und den Hautton unterschiedlich hell und kontrastreich darstellt. Für mich ist jedoch am wesentlichsten, mehr Zeichnung in den Tiefen (siehe Haare) und gleichmäßigere Hauttöne mit weniger rot. Hier weitere typische Beispiele, die neben den Farben und hohem Kontrast vor allem immer wieder die bessere Zeichnung in den Tiefen zeigen:

Am Hintergrund sehr gut zu erkennen, mehr Zeichnung in den Tiefen

Das Tiff zeigt mehr Details, auch in den hellen Bereichen (siehe, weiße Jacke im Hintergrund)
Ich kann jedem der an diesen Testergebnissen zweifelt nur den Selbsttest empfehlen:
RAW mit Lightroom importieren / anschließend das gleiche RAW-Bild mit ViewNX öffnen und exportieren als TIFF / dann das TIFF-Bild mit Lighroom importieren. Nun liegen nef und tif des gleichen Fotos nebeneinander und der Unterschied ist in Lighroom sehr gut zu erkennen. Weiterhin reagieren nun die Regler auch so, wie sie es tun sollen. Beispielsweise verändert sich kein Farbton mehr wenn Lichter reduziert werden und vieles mehr.
Nun gibt es sicherlich viele, die diese Unterschiede in Photoshop ausgleichen mit entsprechenden Anpassungen. Das ist richtig, da gibt es noch Potential. Neben dem mehr an Zeit was verwendet werden muß (evtl. sind ja hunderte von Fotos zu bearbeiten) ist aber auch das Ergebniss selbstr nach intensivster Bildbearbeitung in Adobe Photoshop CS4 am Ende zwar leicht aber trotzdem noch immer sichtbar unterlegen. Wer also die maximale Qualität haben möchte, die Nikon liefern kann, kommt leider nicht am Tiff vorbei oder freundet sich mit Capture NX2 an.

Der Vergleich nachdem umfassende Korrekturen in Photoshop gemacht wurden
Beim Canon RAW gibt es diesen Qualitätsunterschied nicht, was für mich auch das eine oder andere nicht nachvollziehbare Testergebnis in Fachzeitschriften erklärt, denn diese Tests werden fast immer mit Photoshop gemacht und in der Ansicht dieser Programme auch miteinander verglichen.
geschrieben am: Donnerstag, 18. März 2010 - 10:28 Uhr
Eine Frage der Ehre, des Geschmacks, oder gar der Qualität? Der Frage des vermeintlich besseren Kamerasystems wollte ich persönlich auf den Grund gehen. Pixeltests, Testsberichte über das Bildrauschen bei hohen IsoWerten und eine ständig wachsende Zahl an zum Download bereitstehenden Testfotos von Nikon und Canon Kameras gibt es bereits im Internet. Auch Fachzeitschriften schüren sie, die Schlacht Canon versus Nikon. Mir ging es nicht um Messwerte sondern alleine um die Praxis. Hierbei möchte ich nicht jedes kleine Detail in die Waagschale werfen. Ganz ehrlich, ob nun Nikon ein etwas schickeres Gehäuse hat, das Blendenrat und den An- und Ausschalter an günstigerer Stelle als Canon und Canon dafür individuellere Einstellungen schneller abrufen kann ist nicht wesentlich, denn an jede Art von Bedienung kann man sich schließlich gewöhnen. Welches System auch immer, nach der Eingewöhnungszeit sitzt doch sowieso jeder Handgriff und den Kunden interessiert es schon garnicht wie dem Fotografen die Kamera “gefällt”. Einzig das Resultat ist das, was am Ende zählt.
- Wie verhält sich das Nikon-System beim Portraitshooting im Studio?
- Wie schnell ist der Autofokus der Canon bei der Kinderfotografie auf dem Spielplatz?
- Welches System gewinnt unter diesen oder jenen Bedinungen in der Praxis?
- Wie ist der Worklow der anschließenden Bildbearbeitung?
- Wie schnell erhalte ich am Ende welche Resultate und was noch viel wichtiger ist
- Wenn ich Kunden Fotos von beiden Kamerasystemen vorlege, gibt es da eine Tendenz?
- Wie “fühlt” sich dieses oder jenes nach einer Entwicklung oder einem Print an?
Darum leiste ich mir für die nächsten 2 Monate einen privaten Megatest und habe mir zu meiner bereits bestehenden Nikonausrüstung das komplette Gegenstück von Canon zugelegt. 2x 5D Mark II mit 24-70 und 70-200 Standardzooms, Festbrennweiten mit 35, 50 und 85mm, die Blitze 430 und 530EX sowie Kabelzubehör, Funk- und Fernauslöser. Zur Sicherheit dann noch ein paar Adapter um Canonobjektive an Nikon und Nikonobjektive an Canon zu betreiben. Ich hoffe, ich bin für den großen Vergleichstest gut gerüstet:

Ich will es wissen, was ist nun das besste Kamerasystem, Nikon oder Canon
Sicherlich, inzwischen gibt es auch Sony mit tollen Autofokus Zeiss-Objektiven. Aber noch ist der DSLR Markt für Sony sehr neu im Vergleich zu diesen alten Hasen und darum habe ich mich für Nikon und Canon entschieden. So trage ich nun 4 Kameras mit mir herum, 2x Nikon D700 und 2x Canon 5DMarkII fotografieren. Bei den verschiedenen Fototerminen, on location, bei Messefotografie, Portraits, Kinderfotos und Studioshootings werde ich immer abwechselnd mit den Kameras fotografieren und die jeweils gleichen Objektive bzw. Blitze des Herstellers verwenden. Ich fotografiere in den jeweiligen RAW-Formaten und test auch die Bildbearbeitung in verschiedenen Programmen, da diese je nach Raw Format auch eine unterschiedliche Qualität hervorbringen. Schwerpunkt ist hierbei natürlich Adobe Lightroom und Photoshop CS4 sowie Elements.
Nun, es ist sicherlich der pure Luxus. Aber dies ist die wirklich einzig zuverlässige Art, sich wirklich ein faires Bild beider Systeme zu machen.
Unter gleichen Bedingungen, über viele Wochen, in der Praxis!
geschrieben am: Mittwoch, 03. März 2010 - 11:04 Uhr
Nun ist er da, der Beautydish von Flash2Softbox. Die Webseite machte schon einen guten Eindruck und bereits am nächsten Tag war meine Bestellung da. Alle Teile machen einen tollen und sehr stabilen Eindruck. Für diesen Preis hatte ich diese Qualität nicht erwartet. Anschließend montiere ich den Griff und fotografiere etwas herum. Das geht besser als ich dachte, der Griff ist ebenfalls toll verarbeitet und der Beauty-Dish lässt sich mit dem angeschlossenen SB900 auch sehr gut mit einer Hand halten.
Anschließend mache ich noch einige Testbilder wozu ich die Kamera und den Beautydish auf Stative montiere um für die Testaufnahmen den Abstand nicht zu verändern. Zuerst ohne Beauty-Dish, nur mit dem SB900, dann wurde der Blitz um 0,7 ev erhöht um mit Beauty-Dish in etwa gleiche Lichtleistung zu bringen und als letztes ziehe ich den ebenfalls im Lieferumfang von flash2softbox enthaltenen Diffusor über den Dish. Wer es etwas “metal-mäßig” mag ohne, mir persönlich haben alle Aufnahmen die ich mit Diffusor gemacht habe noch etwas besser gefallen. Wenn ich zudem das Handling mit dem einer kleiner Softbox vergleiche ist es in der Praxis wirklich kein Vergleich. Der Beauty-Dish macht nicht nur eine gute Figur beim Kunden, irgendwo ablegen, kein Problem. Auf den Dish kann ich mich, wenn ich möchte, auch draufstellen. Ist also auch für Unterwegs eine wirklich stabile Angelegenheit.
Da es mir um die Ausleuchtung des Beautydishs ging, habe ich keine Bildbearbeitung an den Fotos vorgenommen. Die Farben sind bei dem zweiten Bild nicht ganz korrekt, ich wollte aber einfach alles so belassen, wie ich es auf dem Bildschirm hatte nachdem das Foto gemacht war. Es ist doch ein sehr deutlicher Unterschied beim Einsatz mit Diffusor zu erkennen. Ich habe auch verschiedene Abstände ausprobiert und befand den Abstand von 1,50 – 2m für den Beauty-Dish am schönsten.
An dieser Stelle danke ich meinen Sohn Alex, der auf eine Sendung Spongebob verzichten mußte, für seine Hilfe.

Nikons D700 mit einem 1m TTL Kabel und SB900

Direkter Blitz ohne Diffusor

Der Kompaktblitz Beautydish von Flash to Softbox

Das Testbild mit Beauty Dish

Beautydish mit Diffusor

Testbild mit Beautydish und Diffusor