Neue Anforderungen und neue Chancen für Immobilienmakler

Wenn die neuen Richtlinien für die Makler im Immobilienbereich in Kraft treten und überall in der EU die Maklercourtage dem Verkäufer der Immobilie in Rechnung gestellt wird, werden professionell eingestellte Makler nicht nur mit guter Arbeit sondern vor allem durch eine perfekte Präsentation Kunden für sich gewinnen können. Dies ist vor allem für neue Makler eine tolle Chance die herausragend und kompromisslos ihre Immobilien im Internet präsentieren.

Wie würden Sie sich verhalten, an Stelle der Kunden?

Wenn Ihnen nicht gerade eine besondere Empfehlung vorliegt, werden Sie im Internet nach einem geeigneten Makler für Ihren Immobilienverkauf suchen. Wir alle wissen, dass in wenigen Sekunden die Entscheidung für oder gegen eine Webseite fällt. Es wird nicht der Text sein, sondern alleine die Bilder, die eine deutliche Sprache sprechen. Herausragende Immobilienfotografie spricht nicht nur mehr Kunden an, es bringt auch mehr Interessenten und Besichtungen ein. Dadurch wird sich am Ende nicht nur eine bessere Verhandlungsposition ergeben, sondern mit großer Sicherheit auch ein besser Preis erzielen lassen.

Genau das wird auch der zukünftige Kunde bei der Suche nach einem Makler schlußfolgern. Die Zusammenarbeit mit einem festen Fotografen für Immobilienfotografie ist hierbei jedem Makler zu empfehlen. Der Fotograf sorgt neben strahlenden und sichtbar professionellen Fotos auch dafür, dass alle Bilder einen einheitlichen Look erhalten.

Durch den “eigenen Stil”, wird die professionalität des Maklers hervorgehoben. Der Fotograf konzentriert sich auf die perfekten Bilder und die Darstellung auf der Webseite, der Makler auf die Anfragen, Gespräche und Verhandlungen mit den Interessenten. Die Preise für Immobilienfotografie sind durch den neuen Umstand in Bewegung. Eine feste Zusammenarbeit mit einem Fotografen ermöglicht es individuelle Preise zu verinbaren, die zum jeweilien Budget passen.

Veröffentlicht unter Fachfotografie | Kommentare deaktiviert

Naturfotrografie – Das Ganze und die Details

Landschafts- und Naturfotografie werden oft unter eine Überschrift gestellt, denn die Übergänge sind fließend. Lediglich die Tierfotografie erhält ein gesondertes Kapitel in der Welt der Fotografie.

Naturfotografie definiert sich mehr über die Darstellung der aus ihrer Umwelt hervorgehobenen belebten Materie, als das Fotografieren von Pflanzen und Tieren im Ganzen und im Detail. Dabei ist natürlich die Nähe zur Landschaftsfotografie immer gegeben. In einem Fall ist es der vom ständigen Wind geformte Baum am Rand eines Abhangs und im anderen die spanungsreiche Wechselbeziehung zwischen Baum und der Tiefe des Abhangs. Persönlichkeiten in der Welt der Naturfotografie gibt es viele, aber leider ist es nicht immer sehr einfach ein gelungenes Landschafts- bzw. Naturfoto zu machen. Zuerst stellt sich natürlich die Frage, soll das Objekt aus der Umgebung herausgelöst werden muß oder eine hohe Schärfe in allen Bereichen benötigt wird.

Welches Format darf es sein? Hochformat, Querformat? In analogen Zeiten wurde bei der Naturfotografie immer zur Mittelformatkamera gegriffen, nicht nur wegen der Details, auch wegen des Dynamikumfangs, der extrem hoch sein kann, wurde z.B. gerne mit Mittelformat-Dia gearbeitet. Feinste Details sind aber heute auch mit über 20MP möglich und auch in Sachen Dynamik sind wir nicht mehr weit von dem Standard der Analogfotografie entfernt. Berücksichtig man die digitalen Möglichkeiten, liegt der Dynamikumfang der heutigen DSLR Kameras mit CMOS Sensor nach der Bildbearbeitung sogar schon darüber.

Die einfachste Art, einen Baum formatfüllend abzubilden, ist die Wahl des richtigen Aufnahmeabstandes. Man geht einfach nah genug heran, bzw. weit genug weg. Wirkungsvoller aber ist es, zum Herauslösen des Motivs aus seinem Umfeld Lichtstimmungen zu berücksichtigen. Die Formel heißt hierbei, schräg einfallendes Licht, am besten zur frühen oder späten Stunde, wenn die Sonne tief steht. Hierdurch wird der Baum plastisch und die Strukturen können gut dargestellt werden.

Wichtig ist bei der Bildgestaltung immer wieder die eigene Wahrnehmung von Mustern, Formen, Farben und Strukturen zu schulen. Es sind die entscheidenden Elemente der Naturfotografie. Was es zum Thema Ausrüstung noch zu berücksichtigen gibt finden sie hier:

- der Einsatz von Polfiltern in der Naturfotografie

- Verlaufsfilter richtig einsetzten – die Dynamik im Griff

- Weniger ist mehr – die Grundregeln für gute Fotos

 

Veröffentlicht unter Fachfotografie, Tipps | Kommentare deaktiviert

Das Auge der Kamera, Objektive und die richtige Brennweite

Das Objektiv ist das Auge der Kamera. Es besteht aus einer Kombination von Sammel- und Zerstreuungslinsen. Es wirft auf den Sensor ein kopfestehendes, seitenverkehrtes Abbild des Motive, auf das der Fotograf sein “Auge” geworfen hat. Beim Kauf eines Objektivs müssen Faktoren wie Brennweite, Lichtstärke und die Abbildungsleistung berücksichtig werden. Natürlich spielen auch Größe, Gewicht und vor allem der Preis eines Objektivs eine Rolle.

Die wichtigsten Brennweiten im Überblick

 

Genau definiert müßte ich jetzt sagen, die Brennweite ist der Abstand des bildseitigen Brennpunkts von der bildseitigen Hauptebende. Im täglichen Gebrauch wird das dem Hobbyfotografen aber wenig sagen. Wichtiger ist es zu wissen, welche Auswirkung die verschiedenen Brennweiten haben und welchen Bildwinkel welches Objektiv erfassen kann:

15mm Objektiv (110 Grad)

Ein extremes Weitwinkelobjektiv, es eignet sich für weiträumige Landschaftsaufnahmen und auch Fotos von Innenräumen. Selbst bei voll geöffneter Blende erhält man bei einer solchen Brennweite eine riesige Schärfentiefe. Bei einem solchen Objektiv ist Autofokus nicht zwingend erforderlich, leider ist eine solche Brennweite recht teuer und auch schwer.

 28mm Objektiv (75 Grad)

Gegenüber einem gemäßigtem 35mm Objektiv erhält man hier noch immer eine deutliche Weitwinkelwirkung. Es ist jedoch ein extrem vielseitiges Objektiv und für eine Vielzahl von Anwendungen nahezu ideal. Für Räume, Architektur und Landschaft aber auch Menschen, wenn vor allem in Innenräumen wenig Platz ist für die Fotografie von Personen. Diese Objektiv ist sehr kompakt, auch der Preis eines solchen Objektivs bewegt sich im Mittelfeld.

35mm (62Grad)

Hier ist schon fast nicht mehr der Einsatz eines Weitwinkelobjektivs zu erkennen. Darum beginnt bei dieser Brennweite auch der Bereich, wo sich Räume korrekt darstellen lassen. Bis zu einer Brennweite von 50mm erhalten wir in diesem Brennweitenbereich die Darstellung von räumlicher Tiefe, wie sie unser Auge wahrnimmt. Perfekt sind 42mm-45mm. Wenn es eng wird, ist die Arbeit mit einem 35mm schon schwierig. Dafür erhält man aber meistens eine sensationelle Bildqualität, wie auch bei 40mm und 45mm Objektiven.

50mm   (46Grad)

Das “Normalobjektiv” der Bildwinkel entspricht unseren Augen, auf einem 2dimensionalen Bild wirkt der Raum jedoch schon ein wenig kleiner. Toll ist bei dieser Brennweite, dass man sehr hohe Lichtstärken für sehr wenig Geld bekommen kann und die Objektive auch klein und leicht sind. Leider ist die Brennweite nicht sehr kreativ und die Möglichkeiten der Bildgestaltung, wie man sie bei Weitwinkel- oder Teleobjektiven hat, entfallen bei dieser Brennweite.

85mm (29 Grad)

Ein kleines und leichtes Teleobjektiv mit schönem Bokeh. Es ist das ideale Portraitobjektiv für formatfüllende Abbildungen von Kopf- bis Brustbild. Wie ein 28mm ein kleiner Allrounder.  Eigentlich gehört das Objektiv in jede Fototasche.

135mm (18 Grad)

Das klassische Teleobjektiv. Man erkennt schon eine starke Verdichtung. Objekte werden sehr schön hervorgehoben. Ideal auch für unbemerkte Schnappschüsse.

500mm (5Grad)

Eine extreme Brennweite, mit sehr stark verdichtender Wirkung, es holt nicht nur weit Entferntes formatfüllend heran es liefert “Zauberhaftes”. Leider für jeden Hobbyfotografen in wirklich guter Bildqualität nicht bezahlbar. Wer als Naturfotograf ein solches Objektiv sein Eigen nennen kann, weiß was er daran hat. Alle anderen sehen Fotografen mit diesen Objektiven am Rand des Fußballfeldes sitzen. Da sind schnell 8000 Euro und mehr weg. Günstiger geht es mit Spiegelobjektiven, die jedoch in Sachen Qualität nicht mithalten können. Es geht noch gewaltiger, wer einmal mit 1000mm einen Sonnenuntergang fotografieren durfte, weiß, wie groß dieser Feuerball durch die enorme Verdichtung bei solch hoher Brennweite werden kann. Leider dürfte dieses Erlebnis maximal 1 Fotograf von Tausend erleben. Ist aber unvergesslich!

Zoom Objektive  / PC / Tilt- Shift und Makro

Zoomobjektive gehören heute zum Standard. Hierbei sind vor allem das 24-70 und die Brennweite 70-200 zum Klassiker geworden. Die hochwertigen Konstruktionen sind hierbei so gut wie Festbrennweiten, allerdings dann größer, schwerer und vor allem auch teurer. Anfänger sollten mit Festbrennweiten das fotografieren erlernen. Nur wer in Bewegung bleibt, findet neue und interessante Perspektiven. Wenn Sie Zeit haben bei Ihren Aufnahmen, arbeiten Sie mit Festbrennweiten, das spart nicht nur viel Geld. Es macht auch mehr Spaß!

PC, Tilt- und Shiftobjektive gehören wie die Makroobjektive zu den Spezialobjektiven. PC, Tilt- und Shiftobjektive zeigen einen wesentlich größeren Bildkreis, als für die Aufnahme erforderlich. Dadurch kann die Optik vertikal oder horizontal verschoben werden. So erhält man, wie auch bei Fachkameras, einen anderen Bildwinkel und kann beispielsweise auch bei schwierigen Perspektiven die gefürchteten stürzenden Linien vermeiden. Makro Objektive stellen im Maßstab 1:1 da und liefern ebenfalls wie der Brennweitenbereich zwischen 35 und 50mm hervorragende Resultate. Sehr gute Brennweiten für Makroobjektive sind 60mm und 110mm.

An dieser Stelle möchten wir das Portal Photozone empfehlen. Dort finden Sie sehr viele ausführliche Testberichte von Objektiven. Wichtiger noch, unabhängig bewertet. Sicherlich finden Sie auch “Ihr” Objektiv!

Veröffentlicht unter Tipps | Kommentare deaktiviert

Fotografieren im Umfeld der Industrie

Industriefotos gehören manchmal zum Fachbereich Reportage, Architektur, Stilleben und manchmal zum Themenkreis Mensch und Maschine.

Tatsächlich kann in einem Foto aus der industrialisierten Umwelt von allen diesen Aspekten ein Teil vertreten sein, nicht zu vergessen ist hierbei die Lanchschaftsfotografie. Industriefotografie, bzw. Industriereportagen entstehen fast immer im Auftrag eines Unternehmens. Große Industriefirmen haben sogar einen Werksfotografen, der als Berufsfotograf auf das Gebiet der Industrieaufnahmen spezialisiert ist. Der Grund für den Einsatz des Fotografen kann ein neues Produkt, ein Jahresbericht, eine Werbekampagne, die Präsentation einer Fertigungsanlage, ein neuer Fertigungsprozess, eine Erweiterung des Forschungslabors oder vielleicht einfach internes Jubiläum sein.

Leider wandelt sich das Bild der Industriefotografie nur langsam. Noch immer gibt es Fotos mit absurden Situationen, dabei ist der industrielle Bereich Arbeitsplatz so vieler Menschen in der Bevölkerung. Gezeigt wird nicht immer der ungeschminkte Alltag. Gerade die neuen Bildbearbeitungstechniken verleiten immer wieder zum verschönen und spiegeln nicht immer die Arbeitswirklichkeit wider. Auch die Wechselwirkung zwischen industrieller Umwelt und den Menschen, die in ihr leben, wird zugunsten des Pittoresken sehr oft vernachlässigt. Das Problem verweist ubnmittelbar auf eine Eigenschaft der Fotografie, die ihre Erfinder vor rund 180 Jahren nicht kennen konnten, weil sie erst durch die im Laufe der Geschichte gewonnene Praxis des Mediums offenbar wurde.

Fotografie ist alles andere als objektiv!

Ein Foto gibt nicht die Wirklichkeit wieder, sondern immer die Einstellung des Fotografen zu dieser, seiner Wirklichkeit. Daher trifft es hier ganz besonders, das Sprichwort “Im Auge des Betrachters”. Dies gilt auch für dokumentarische Reihen die fast immer unter Verzicht auf jegliche Bildbearbeitung oder gar Retusche aufgenommen werden. Auch diese Reportagen im Industriebereich repräsentieren nicht die Wirklichkeit, sondern die Einstellung des Dokumentarfotografen und sein Umgang mit dem Medium Fotografie.

Auch ich stehe immer wieder vor diesem Problem. Zum einen sollen die Bilder von excellenter Qualität sein, Blitzgeräte mit extrem  hoher Leistung werden teilweise verwendet, Fachkammeras und Balgengeräte sind ebenfalls Standard und gehören zur Grundausrüstung bei der Industriefotografie. Statt Ursache, Wirkung und Beziehung in das Bild zu bringen, beschäftige ich mich mit Oberflächen, Materialien, Formen, Strukturen, Mustern, Farben, Licht und Schatten. Nicht zu vergessen die richtige Technik dafür, Verlaufsfilter, Farbfolien für die Blitze, Polfilter, Tilt und Shiftobjektive usw usw.

Die gedankliche Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Fotografie ist sehr viel wichtiger als die Beschäftigung mit den technischen Dingen und “Erungenschaften”. Vor einigen Monaten gab es bereits nach einigen Anfragen hierzu einige Berichte die in unserer Fototipps Rubrik veröffentlicht wurden:

Vergleich der Analogen Fotografie mit der Digitalfotografie und ein für mich sehr wichtiges Thema über die Geschwindigkeit der Fotografen und die grundsätzliche Einstellung, bzw. den grundsätzlichen Umgang mit der Technik. Im Vorteil sind hier die Fotografen, die noch die alte Arbeitsweise kennen. Ich beschreibe es mal so: “Heute sollte man digital fotografieren und dabei mit der Ausrüstung arbeiten, als wäre sie analog”. Nun gut, das ist sehr kurz gefasst und so manche Foto Grundregel haben wir schon versucht kurz zu halten. Manchmal funktioniert das sogar ganz gut, versuchen Sie es!

Die Kamera bedienen und die Fähigkeit sein fotografische Auge zu trainieren, das alles sind Dinge, die man sich sogar in relativ überschaubarer Zeit aneigenen kann. Nicht ganz so leicht ist es mit kühlem Kopf und vor allem der nötigen Selbstkritik sich einen gewissen Zweifel zu erhalten. Auf diesen Zweifel kommt es am Ende an, es ist nichts anderes als das Element mit Namen “Kreativität”. Ein Gefühl, dass den richtigen Moment verdeutlicht. Nur wer sehr kritisch seine eigene Arbeit betrachtet, kann den extrem hohen Ansprüchen in der Industriefotografie gerecht werden. Wie wir auch gerne sagen “wir bleiben für Sie weiter unzufrieden”.

industriefotografie-koeln

Foto: Dirk Baumbach, Industriefotograf in Köln

Foto: Dirk Baumbach, Fotografie für das Raumfahrtzentrum ESA 2012

 

 

Veröffentlicht unter Fachfotografie | Kommentare deaktiviert

Tipps für Messefotografie

Messefotografie ist in wesentlichen Teilen der Arbeitsweise mit der bei der Architekturfotografie zu vergleichen. Viele Kameraeinstellungen und grundlegende fotografische Vorgehensweisen sind identisch. Auch die fotografischen Fehler die hierbei gemacht werden, sind gleich mit denen der Fotografie bei Architektur und Innenarchitektur.

Ein Messestand macht oft eine hohe Dynamik des Kamerasensors erforderlich. Daher sind CCD Sensoren, wie sie beispielsweise bei Hasselblad im Mittelformat verwendet werden, hier nicht nur wegen ihres größeren Darstellungsbereichs im Vorteil. Bei diesem Bericht möchte jedoch auf dem Boden der Tatsachen bleiben,  99% aller Aufnahmen bei Messen werden mit normalen DSLR Kameras gemacht, ganz gleich ob Canon, Nikon, Olympus oder Sony. Hierbei handelt es sich immer um CMOS Sensoren mit einem Blendenumfang von 9-11 Blendenstufen. Wenn dieser Dynamikumfang durch extrem helle Lampen und beispielsweise einen schwarzen Teppich nicht ausreicht, hilft in solch einem Fall die HDR Technik weiter. An dieser Stelle möchte ich jedoch nicht näher auf das Zusammenfügung einer Belichtungsreiche eingehen, dies gehört zu einem anderen Themenbereich und soll in einem eigenen Bericht behandelt werden.

 

Kamera, Objektive, Zubehör und die richtige Einstellung

 

Absolute Pflicht neben der DSLR mit Weitwinkelobjektiv ist zunächst ein Stativ, Fernauslöser und eine kleine Wasserwage (gibt es aufsteckbar für ein paar Euro). Alleine mit diesen 3 Dingen ist grundsätzlich alles möglich, wenn die richtige Kameraeinstellung gewählt wurde und dem Fotografen bewusst ist, dass der eigentliche Ausschnitt später in der Bildbearbeitung optimiert werden muß.

Fotografiert wird nicht über den Sucher, sondern über die LiveViewAnzeige der Kamera. Es sollte eine Kamera sein, die eine so genannte Blichtungsimulation bietet. Dies bedeutet, Sie sehen bereits bei der Einstellung von Blende und Belichtung, wie das endgültige Resultat aussehen kann.

Die Kamera positionieren Sie auf einem Stativ und richten Sie dann absolut waagerecht aus.  Gehen Sie so weit mit dem Stativ zurück, wie es die Räumlichkeit erlaubt. Stellen Sie den Iso-Wert Ihrer Kamera auf 200 Iso ein. Wählen sie manuelle Belichtung und stellen Sie die Blende auf 8 (bei sehr hochwertigen Objektiven können Sie bis Blende 11 oder 16 arbeiten, dies wird die Schärfentiefe weiter erhöhen) . Die Kamera nun auf einer Höhe zwischen 1,50m und 1,80m positionieren. Schalten Sie das LiveViewBild ein und zoomen Sie zum entsprechenden Ausschnitt. WICHTIG: Lassen Sie hierbei “Fleisch” damit Sie später in der Bildbearbeitung kleine Korrekturen vornehmen können ohne dabei an Ihre selbst aufgenommenen Grenzen zu geraten. Wenn Sie einen sehr hohen Messestand aufnehmen müssen und kein Fachobjektiv besitzen (später dazu mehr) wird das Bild evtl. zu 1/3 aus Fußboden bestehen. Lassen Sie die Kamera wie sie ist, gerade. In der Bildbearbeitung wird später der Ausschnitt höher gewählt, bzw. der Boden entfernt.

Über das Drehrad der Belichtungsdauer stellen Sie die Kamera nun auf einen Wert, der das Bild auf dem Display minimal heller darstellt, als es Ihr Auge wahrnimmt. Stellen Sie ebenfalls die Schärfe manuell am Objektiv ein. Die Kontrolle bei der Einstellung kann auch über die Zoom Taste auf dem LiveViewBild erfolgen. Schärfe bei Weitwinkelobjektiven können Sie aber auch per Augenmaß einstellen. Schätzen Sie die Entfernung und stellen Sie das Objektiv auf diesen Wert auf dem Objektiv ein.

Der Schärfepunkt sollte am Ende des 1/viertels Ihres Motivs liegen. Betätigen Sie nun den Kabel- oder Fernauslöser und machen Sie das Bild. Achten Sie darauf, das die Kamera und das Stativ hierbei nicht berührt oder gar bewegt werden.

Kontrollieren Sie Ihr Foto auf dem Display und verwenden Sie die Anzeige für Kontrastumfang oder Spitzenlichter hierbei. Sollte das Bild zu viele helle Bereiche aufweisen, leuchten diese bzw. das Histogramm der Kamera zeigt vollen Ausschlag ganz rechts auf der Anzeige.  Ist dies der Fall, reduzieren Sie die Helligkeit indem Sie die Belichtungsdauer verkürzen. Machen Sie die Aufnahme erneut und kontrollieren Sie wieder die Helligkeit über das Histogramm. Auch die Schärfe des Fotos sollten Sie über die ZoomTaste in der 100% Ansicht kontrollieren.

Wenn Ihre DSLR Kamera für Wechselobjektive nicht gerade 5 Jahre und und älter ist, werden Sie alle diese Funktionen die hier beschrieben sind vorfinden. Dies gilt auch für die günstigsten Modell der Einsteigerklasse. Eine teure Kamera benötigen Sie nicht. Wichtiger ist ein gutes Objektiv mit einem Brennweitenbereich zwischen 16-40mm. Natürlich gibt es noch einige spezielle Dinge, Objektive, Nodalpunktadapter, Filter usw usw. Dies war jedoch der einfache erste Schritt und genügt in über 75% aller Fälle. Was man bei der Messefotografie tun kann, wenn es schwieriger wird folgt nach einigen Bildern (gönnen Sie sich einen Kaffee, dann geht es weiter).

 

Messefotografie für Fortgeschrittene

 

Messestände sind oft sehr hoch. Wenn Sie nun die Kamera gerade ausgerichtet haben, ist es schwer ein fertiges Bild zu machen.  Um eine perfekte Aufnahme machen zu können benötigen Sie ein PC- oder Shift- Objektiv. Es gibt hierzu einige Angebote auf dem Markt: Die ersten Plätze bei den beliebtesten Shiftobjektiven nehmen aktuell das Canon TS-E 17mm und 24mm ein. Es handelt sich in beiden Fällen um excellente Objektive, das 24mm gefällt uns hierbei am besten. Leider müssen Sie für beide Objektive über 2000 Euro hinlegen. Es gibt aber auch eine Variante, die nicht nur die Hälfte des finanziellen Einsatzes erfordert, sondern nach unserer Ansicht auch die besseren Fotos.

Interessante und vor allem schönere Aufnahmen gelingen mit älteren Objektiven. Vor allem die Abberation ist beispielsweise bei einem Zeiss Contax 35mm sehr viel besser als bei den neuen Canon Objektiven. Was dazu führt, dass die Fotos dem Betrachter sofort atemberaubend klar ins Auge springen. Vor allem bei Messestandfotos bemerken wir das immer wieder, wir arbeiten mit all diesen Objektiven. Gerade die Chrom und Metall sieht fantastisch aus mit dem Zeiss Contax 35mm 2.8 PC.

Auch das Pentax 645 35mm FA gehört zu einem der besten Architekturobjektive überhaupt. Es handelt sich hierbei aber nicht um ein Shiftobjektiv. Um aus diesem Mittelformat Objektiv ein solches Objektiv zu machen, benötigen Sie einen Shiftadapter der Firma Zörk (Zörkendörfer) . Diese Shiftadapter haben einen doppelt so großen Verstellweg als beispielsweise die Canon Objektive. Mit 35mm und 20mm Verstellweg erhalten Sie einen riesigen Blickwinkel (normal 62 Grad bei 35mm und mit dem Zörk PSA Adapter wird daraus über 100, fast 110 Grad. Das alles dann ohne die typischen Probleme wie sie bei 17 oder 24mm Weitwinkel auftreten. 35mm oder 40 und 45mm stellen den Stand auch so auf einem zweidimensionalen Bild dar, wie er in der Realität auf einen Betrachter wirkt. Zudem bleibt hier jeder Runde Tisch oder Hocker auch genauso so, nähmlich rund, auch am äußersten Bildrand.  Nun gut, das geht auch mit einem TS-E 17mm, wenn der entsprechende Bildkreis verwendet wird und man mit dem Objektiv umgehen kann.

Jeder sollte sich selbst ein Bild über die Arbeitsweise mit Shiftobjektiven, Zörkadapter oder der dritten Möglichkeit, dem Nodalpunktadapter machen.  Bei einem Nodalpunkadapter fotografieren Sie mit Ihrem normalen Objektiv in der vertikalen. 4, 5 oder mehr Aufnahmen werden mit einer Stichingsoftware am Rechner zu einem Bild zusammengefügt. Wenn es ganz eng wird, verwenden auch wir einen solchen Adapter und bei der Software viel unsere Wahl auf PtGui. Es finden sich zum fotografieren mit Ptgui und einem Nodalpunkadapter viele Beiträge im Internet. Mit dieser Technik werden auch Panoramaaufnahmen erstellt.

Bei diesem Thema kommen wir nun vom sprichwörtlichen “Hölzchen auf’s Stöckchen”.  Dabei wurde jetzt nur über die Totale gesprochen. Messefotografie besteht ja aus mehr als eine Totale vom Messestand. Sehr oft fotografieren wir gerade zu Beginn mit einem Teleobjektiv um unser eigenes “Auge” und unseren fotografischen Blick für das Design des Standes zu schärfen. Erst danach gehen wir dazu über, den vollständigen Messestand mit Weitwinkelobjektiven zu fotografieren.

Ebenso das Thema Blitzanlage und Dauerlicht für Messestandfotografie habe ich auf Grund des noch größeren Umfangs dieses ersten Berichts über das Thema Messefotografie ebenso ausgelassen, wie die Bildbearbeitung. Auch hier gibt es interessante Möglichkeiten eine sehr hohe Schärfentiefe zu erhalten (die Focus Software beispielsweise), ohne gleich ein 3D Rendering zu erstellen, obwohl es ein wenig in diesen Bereich hineingeht. HDR, Fussion, Montagen, Korrekturen und vieles mehr.

Vielleicht wird dieser kurze Einblick in die Grundlagen demnächst erweitert. Geplant ist auch ein Podcast zu diesem Thema, da wir immer wieder zu dem Thema Architekturfotografie und die korrekte Darstellung bei schwierigen räumlichen Verhältnissen befragt werden. Ein entsprechendes Video werden wir zu einem späteren Zeitpunkt in unserem Blog zeigen. Für alle Messebauer und fotointeressierte Messeausteller ist der erste Teil des Berichts von Interesse und wenn Sie diese Tipps beherzigen und alle Einstellungen so umsetzen, werden Sie tolle Bilder Ihres Messestands machen können.

Gelingt es Ihnen trotzdem nicht, fragen Sie uns! Messefotografie ist schließlich eines unserer Fachgebiete. Als Messefotografen in Frankfurt oder für alle Messestandfotos in Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen.

Veröffentlicht unter Fachfotografie | Kommentare deaktiviert

Canon 6D – das Flehen wurde erhört

Seit dem 28.12. halten wir sie in den Händen, die Canon Eos 6D. Gleich der erste Eindruck überraschte, da ist von billig keine Rede. Auch Begriffe wie “Einsteiger Vollformat” beschreiben diese Kamera nicht wirklich. Jeden Tag freuen wir uns auf das neue über diese Kamera.

Das Flehen wurde erhört. Nun ist sie da, die Kamera die Adhoc Verbindung zum IPhone, Smarphone, PC, Notebook, anderen Kameras, Internet und IPAD erlaubt. Einfach so und sofort. Kein Zubehör, kein WLAN Griff oder WLAN Karte sind erforderlich, alles on Board. Bilder sofort übertragen, Voransicht aller Fotos auf der Kamera, reinzoomen Details betrachten, Ergebnisse beim Kunden sofort präsentieren, Kamera steuern, LiveView auf dem IPAD oder Smartphone, sogar AF-Punkt kann über WLAN festgelegt werden. Der Photomonitor kann also verkauft werden und damit nicht genug:

überzeugt die Kamera schon nach den ersten Bildern sehr. Wir stellen sogar bei Iso 800 und 1600 sowie über 6400 bessere Werte als bei der 5D Mark III fest. Die Bildqualität ist  trotz 1 MP weniger minimal besser als bei der 5DII. Sie ist sehr handlich, womit wir auch das handling der Kamera meinen, alle Taster sind gut positioniert und eigentlich fehlt uns erst einmal nichts. Wir testen die Kamera in den nächsten Tagen und stellen dann einige Vergleichsfotos online.

Schon jetzt ist klar,

die Canon 6D lohnt sich und ist für knapp 2000 Euro das Highlight des Jahres.

 

Also,geht doch. ….. Fortsetzung folgt!

 

Veröffentlicht unter Tests | Kommentare deaktiviert

Räumlich korrekte Darstellung. Die Architekturfotografie Ausrüstung

Digital geht viel. Bildbearbeitung macht es möglich und so gibt es inzwischen viele Wege, nicht nur perspektivische Verzerrungen zu korrigieren. Auch die Fotografie mit Nodalpunktadapter ist bei der Architekturfotografie eine gute Möglichkeit tolle Ergebnisse mit relativ einfachen Mitteln zu erzielen. Leider nützt alles am Ende eigentlich nichts. Räumlich korrekt in hoher Qualität fotografieren gelingt nur schwer und erfordert dann doch etwas mehr als ein Zoom-Weitwinkel auf der Kamera.

Also, was tun?

“Architektur fotografieren mit Vollformat, oder doch lieber APS-C? Muß ich einen größeren Sensor haben, Mittelformat sogar? Benötige ich für über 4000 Euro ein Hartblei 40mm Superrotator, oder macht vielleicht eine alte Fachkamera und analoge Fotografie im Großformat Sinn ?”

Wer für Architekten fotografiert, gleich ob Immobilien oder Innenarchitektur, wird keinen Kunden mit Weitwinkelobjektiven zufrieden stellen können. Selbst jeder Messebauer wird durchdrehen, wenn sein Messestand nicht mit der räumlichen Tiefe abgebildet ist, die auch wirklich vorhanden ist. Ebenso muß nicht nur alles gerade sein, sondern auch alles Rund, was Rund ist.

Wer einen 3dimensionalen Raum nicht in Stereoskopie abbildet, steht zunächst bei jedem 2dimensionalen Bild vor dem gleichen Problem, die richtige Abbildung der räumlichen Tiefe! So ein “nur” zweidimensionales Bild fühlt sich schließlich anders an, als das, was wir mit eigenen Augen sehen. Bekannt ist,

der korrekte räumliche Eindruck entsteht für uns bei einer Brennweite von 42mm.

In der Praxis konnten wir feststellen, dass es bis zu einer Brennweite von 35mm bei keinem einzigen Kunden, egal ob Architekt, Messebauer, Immobilienmakler oder Interiordesigner zu einem Problemen kam. 24mm, 17 oder sogar mehr sehen spektakulär aus, werden aber von diesen Kunden nicht gewünscht!

Natürlich hat die Höhe der Kameraposition ebenfalls eine Auswirkung auf die räumliche Tiefe. Wird der Raum durch eine niedrige Brennweite zu tief, kann dies beispielsweise durch eine höhere Kameraposition etwas korrigiert werden. Die Praxis erfordert aber oft eine andere Arbeitsweise und darum gehen wir jetzt mal auf die verschiedensten Möglichkeiten der Architekturfotografie, inklusive Großformat Fachkameras, nicht weiter ein und betrachten das, was Sinn macht, zeitgemäß ist und “funktioniert”.

So ist die räumlich korrekte Darstellung also auch mit einem Canon TS-E 24 f3,5 II oder TS-E 17mm nicht möglich. Beide Objektive setzten wir zwar ein, allerdings nur an APS-C Sensoren. Wenn es aus Platzgründen geht, verwenden wir im Vollformat auch das Canon TS 45 2.8. Jedoch muß dann eine kleine Verzeichnung bei diesem Objektiv, sowie eine relativ hohe chromatische Aberration in Kauf genommen werden.

Die für uns besten Ergebnisse erzielen wir in diesem Bereich mit Mittelformatobjektiven, die über einen Zörk Adapter an einer Vollformatkamera angeschlossen werden. 35mm Brennweite und ein sehr großer Shiftbereich machen dann, trotz entspannter Brennweite, einen maximalen Bildausschnitt möglich. Egal ob ein Mamiya, Pentax oder gar Hasselbladobjektiv, mit dieser Kombination kann schnell, sauber und mit maximaler Qualität in der Praxis gearbeitet werden.

Neben der Möglichkeit des Mittelformatobjektivs an Vollformatsensoren über einen Zörkendörfer Adapter gibt es auch andere Angebote auf dem Gebrauchtmarkt. Darunter befinden sich auch teilweise extrem hochwertige Objektive. Da niemand solche Aufnahmen mit Autofokus macht, kann man sich getrost auch mal ein älteres Objektiv zulegen. Wir können sogar sagen, dass die Qualität der früheren Jahre heute kaum noch zu marktfähigen Preisen realisierbar ist. Es macht also wirklich sehr viel Sinn sich auf dem Gebrauchtmarkt nach hochwertigsten Objektiven von Zeiss, Schneider-Kreuznach, Pentax, Mamiya, Voigtländer, Hasselblad oder Leica um zuschauen. Hierbei haben wir in den letzten Jahren so ziemlich alles ausprobiert, was es zu kaufen gab. Ein Objektiv ist uns hierbei ganz besonders ans Herz gewachsen:

Zeiss SHIFT Objektiv Contax 35mm 2.8 PC

“Ein kleiner Schatz”. Ein exzellentes Shiftobjektiv, das bereits bei offener Blende extrem scharf ist. Auch mit hohen Blenden 8, 11 und sogar 16 ist die Bildqualität eben so, wie man das von einem richtigen Zeiss Objektiv erwartet. Bis in den äußersten Randbereich ist die Darstellung sehr gut.

Alle Tests die wir gemacht haben zeigten, dass vor allem die Chromatische Aberration immer wieder ein Problem ist. Das Zeiss Shift Objektiv schlägt auch in diesem Bereich jedes Objektiv, das wir bisher in den Händen hatten. Sehr nah an diese Qualität kommt auch das Pentax 645 35mm FA, welches wir teilweise mit einem ZÖRK Adapter weiterhin verwenden.

Aus eigener Erfahrung können wir heute sagen, dass eine sinnvolle, bezahlbare und praktische Foto Ausrüstung für hochwertige Architekturfotografie so aussehen sollte:

Fotostativ, Fernauslöser, Wasserwage, Polarisationsfilter (Standard immer und überall)

APS-C mit Canon TS-E 24mm 3,5II oder

Vollformat mit 35mm Zeiss Contax 2.8 Shiftobjektiv und Adapter, alternativ

Vollformat mit Pentax 35mm f3,5 FA mit einem Zörkadapter.

Am Ende des Beitrages über Architekturfotografie hier noch unser Buchtipp. Nicht gerade ein Schnapper, aber im Augenblick das beste Buch über Architekturfotografie auf dem Markt!

Nachtrag:

Ich erhalte immer wieder Anfragen bezüglich der Arbeitsweise mit verschiedenen Systemen,es scheint ja wirklich ein heiß diskutiertes Thema zu sein.

Vor allem wegen Bildvergleichen zum Canon TS-E 17mm. Natürlich ist das ein sehr gutes Tilt/Shift Objektiv, das streiten wir in keinem Falle ab. Die Frage ist, wie sich das Bild “anfühlt”. Was passiert, wenn am Bild gearbeitet und geschärft wird usw. Die schöneren Perspektiven gelingen für unseren Geschmack einfach mit 35mm. Trotzdem arbeiten wir auch mit den Canon TSE Objektiven. Manchmel geht es eben nicht anders. Dann aber bitte richtig, hierbei gehen wir wie folgt vor:

Für das 17mm Canon TSE gibt es ebenfalls bei Zörkendörfer für nur € 250,– einen Rear/Shift Adapter. Damit kann das Objektiv am Stativ fixiert werden. Nur so können bei Sticharbeiten Parallaxenfehler vermieden werden, denn bei der Aufnahme wird nicht das Objektiv, sondern die Kamera verschoben.

Das geht im Quer- und Hochformat, als auch über 4 Aufnahmen diagonal z. B. links oben nach rechts unten – dann Verdrehung des Objektives – rechts oben, links unten. Das Ergebnis ist ein absolut gigantischer Bildwinkel ohne Parallaxenprobleme.

Wer nicht ganz so viel Bildwinkel benötigt und mit längerer Brennweite arbeiten kann, erzielt schönere Perspektiven. Dazu das bereits erwähnte Zeiss Contax 35mm Shift Objektiv oder der Panorama/Shift Adapter, kurz PSA, von Zörk ( aktueller Preis € 595,–). Den gibt es dann für Mamiya 645 MF oder Hasselblad Objektive mit +/- 20mm Dezentrierung und 360° Verdrehung,  ein großartiges Werkzeug. Für Sticharbeiten ohne Parallaxenfehler ist hier ebenfalls eine Fixierung des Objektives und eine Verschiebung der Kamera bei der Aufnahme möglich. 

VORSICHT: Der PSA Adapter von Zörkendörfer geht bei APS-C Kameras in Verbindung mit Mamyia 645 Objektiven, da deren Sucher zu weit vorsteht ( die Shiftplatte dieses PSA steht schlägt dann an ). Für den PSA für Hasselblad Objektive passt an beiden Kameras.

Mit der Kameraverschiebung kann man bei zwei Aufnahmen und einer +/- 16mm Dezentrierung im Querformat eine Bildwinkel erzielen, wie er dem einer Aufnahme mit f=17mm im Vollformat entspricht. Im Hochformat über 3 Aufnahmen wie 20mm in der Länge und 24mm in der Höhe.

Veröffentlicht unter Fachfotografie | Kommentare deaktiviert

Die Canon 1D C

Das Flehen wurde erhört. Schon seit einigen Monaten ist bekannt, dass die Canon 1D c kommt. Eine Kamera, so sagt man, der das Filmen wichtiger ist als das Fotografieren. Uns war vor allem immer der Look der Fotos wichtig, daher haben wir oft zum ccd Sensor gegriffen. Mit dem neuen Sensor in der Canon 1D c wird nicht nur eine bessere Farbdarstellung sondern vor allem ein höherer Blendenumfang möglich. Das mehr an Dynamik wird fast an das hereinreichen, was an Dynamikumfang bisher nur Kino-Filmmaterial möglich gemacht hat. Nun gut, es wird keine RED für den kleinen Geldbeutel geben, der Preis der Canon 1D c wird über dem der 1D x liegen (etwa bei 11300,- Euro). Der Grund erschließt sich mir noch nicht ganz,  denn es ist nur 1 Digi5+ Chip verbaut worden.

Vermutlich verlangte es einiges, den CMOS Sensor einen größeren Blendenumfang zu entlocken und der höhere Preis begründet sich damit.

In jedem Fall warten wir voller Sehnsucht auf die 1D c. Zunächst war Ende Oktober angekündigt, wie wir nun auf der Messe erfahren haben, wird es Ende November, Anfang Dezember werden. Wir werden berichten und so bald eine Kamera in unseren Händen ist, die ersten Bilder hier zeigen.

Ein Vorgeschmack und ein erster Bildtest gibt es hier:

Veröffentlicht unter Tests | Kommentare deaktiviert

Canon Eos 5D Mark III gegen 5D Mark II – Test Vergleichstest

Auch wir haben ihn gemacht, den Test. Nikon D800 vs Canon Eos 5D Mark III und sogar eine Fujifilm x1 Pro, sowie eine NEX 7 von Sony hatten wir für den Test in der Hand. Eigentlich gab es auch Bildmaterial, welches wir aufgrund der vielen aufgeregten Kommentare wieder entfernt haben. Es ist kein Laborvergleich, sondern unsere Einschätzung in der Praxis.

Wir haben kein Interesse daran, Canon, Nikon, Sony, Fujifilm oder eine andere Kamera zu verkaufen, zu empfehlen oder falsch zu bewerten. Darum empfehlen wir jedem Leser, sich auch selbst ein Bild zu machen (bitte aber auch wirklich alle Modelle in dieser Klasse vergleichen). Unser Eindruck ist klar, lange hatte Nikon bei hohen Iso-Werten die Nase vorne. Jetzt ergibt sich ein anderes Bild, Nikons D800 legt vor mit extremen Details, sogar die NEX-7 hängt im niedrigen Isobereich die 5DIII ab. Nun ist aber – rein zufällig – die Zeit gekommen, wo auf einmal dann doch die hohen Iso Werte mit in die Testergebnisse einfließen. Jetzt ist die 5DIII wieder oben auf der Bestenliste, weil ja auch die hohen Iso-Werte und das insgesammt ausgeglichenere Ergebnis, sprich die in allen Bereichen getestete Bildqualität in die Bewertung einfließt.

Wir selbst fotografieren mit Canon, nur um dies hier klar zu stellen. Erkennen jedoch neitlos an, dass für alle Fotografen, die sich im niedrigen Isobereich bewegen, die Nikon D800 im Augenblick der “heilige Grahl ist”. So lange Blende 8 nicht überschritten wird, dann sind die Pixel auf dem Sensor zu klein (siehe Canon ABS-C Sensoren bei hoher Blende).

Nun gut, Canon hat es ja trotzdem hinbekommen, sie sind wieder Spitzenreiter. Wir hatten uns jedoch mehr erhofft. Kurz, wir hatten vom absoluten Marktführer einfach mehr erwartet. Die Canon 5D Mark III ist als Upgrade zu bezeichnen, eine Systemverbesserung mit so viel an Mehr, dass die Bedienungsanleitung von 220 auf 400 Seiten angewachsen ist.

Die Farben in der 5D Mark III sehen hier und da etwas besser aus. Das Fokussierungssystem schlägt alles, was ich bisher in der Hand hielt, keine Frage. Aber genügt das? Auch in den hohen Isobereichen erscheint mir die Dynamik minimal besser. Aber der Unterschied ist so gering, da bedarf es einem sehr gutem Auge. Und nach fast 10 Jahren Zoomtaste oben rechts ändert Canon den Platz dafür. Mitte links ist kein guter Platz für diese wichtige Funktion!

Es gibt viele Dinge die verbessert wurden, aber eigentlich nicht wirklich etwas Neues. Sollte Canon wirklich vorhaben dies als höchsten Standard Ihrer Kameras für nächsten 4 Jahre auf dem Markt zu belassen? Das in Zeiten, wo eine kleine Sony NEX-7 mit Canon Objektiven schon mehr Zeilen auf den Bildschirm bringt? Fujifilm mit der pro1 es schaft bei 16 MP mehr Zeilen auf den Bildschirm zu bringen und Olympus nun mit dem neuen Bayer Sensor einen Dynamikumfang von satten 11 Blenden liefert (Werte, wie sie bisher nur Hasselbad, bzw CCD Sensoren im allgemeinen liefern konnten). Egal ob also nun Sony, Hasselblad, Olympus, Nikon oder Fujifilm alle waren fleißig und locken mit echten Neuerungen. Die treuen Canon Fans hätten, so finden wir, von diesem Fotogiganten etwas mehr verdient. Trotzdem, für einige Fotografenlohnt die 5D Mark III dann doch!

Kurz:

Alle Fotografen für Hochzeiten, Events, Sport- und Wildlifefotografie brauchen die 5DIII, unbedingt! Der neue AF ist fantastisch. JPEGs werden unglaublich verarbeitet. Nicht nur HDR ist nett, auch alle Programme arbeiten sehr gut.

Wer also Bilder direkt am Abend beim Kunden übergeben möchte, wird ebenfalls an der 5D Mark III nicht vorbei kommen. Ob nun 21 oder 22 Megapixel ist in jedem Fall keine neue Anschaffung wert, es Bedarf schon exakter Testfotos und einem guten Auge, hier einen Unterschied zum Vorgänger zu sehen. Ebenso das Rauschverhalten. Sicherlich, es hat sich verbessert. Liegt aber selbst heute noch nicht da, wo Nikon schon vor 4 Jahren war. Die Bilder wirken alles in anderem – im RAW Format – nicht sehr viel anders.

Fotografen, die sowieso unter kontrollierten Bedingungen fotografieren – egal ob Studio oder on Location – und oft sogar manuell arbeiten müssen, bringt die neue Canon 5D III leider nichts!

Hasselblad hat schon gezeigt, dass es auch im Autofokus neue Wege gibt. Warum nicht auch Canon? Warum nur mehr Meßfelder und nicht etwas mehr Intelligenz. Auch Sony bringt clevere Dinge heraus. Nikon kommt nun mit der D800 und der D4 mit 3x so vielen Pixeln als mit dem Vorgängermodellen (satte 36 MP). Nun komme ich noch einmal zurück zum Anfang:

Sollte dieses “Upgrade” von Mark II auf Mark III für 4 Jahre angelegt sein, bekommt Canon seit langer Zeit zum erstenmal ein echtes Problem. Wenn nicht neue Sensoren mit Nanotechnologie (wie beim IPhone) in Groß kommen, nicht wirklich neue Technik zum Einsatz kommt, Rauschverhalten, Pixel oder Dynamikumfang nicht verbessert werden, macht ein Umstieg im Moment wirklich keinen Sinn.

Schade!

Zum Thema 5DII vs 5DIII haben wir auch Tests gemacht. Aufgefallen ist uns vor allem, dass die Rottöne bei der IIIer stärker sind als bei dem Vorgängermodell, der Canon 5DIII. Und das Nikontypische Gelb wird jetzt von einem sanften grün unterlegt. Die JPEGs sehen in der III sehr gut aus. Bei Kunstlicht jedoch, geviel uns die alte 5DII sogar noch am besten.

Zusammengefast sprechen die Original RAW Dateien vielleicht die beste Sprache und jeder beurteilt selbst, ob der fast doppelte Preis gerechtfertigt ist.

KAMERA-ORIGINALE-RAW – Canon 5DIII und Canon EOS 5DII hier herunterladen

Achtung – fast 800MB…. dabei nicht vergessen, nur die neue Lightroom 4 zeigt RAW der Canon 5DIII an, wer das noch immer schnellere Programm Lightroom 3 besitzt und noch keinen wirklich Sinn für einen Umstieg auf Lighroom 4 gesehen hat, muß sich für einen Bildvergleich die 30-Tage Testversion herunterladen. Macht Adobe mit Canon vermutlich “gemeinsame Sache”? Alleine das ist doch schon ein Grund, nicht jeden Kamera- oder Softwarewechsel mit zu machen, den die Manager gerne hätten, oder?

Was Canon hier als neue Kamera verkauft ist ein kleiner Witz, um ehrlich zu sein. Betrachtet man vor allem die Details (hier bei Iso 3200 aufgenommen) sieht man, das 5DMarkIII etwas weniger Bildrauschen hat, aber das einzig in der Kameraverarbeitung begründet ist, es gehen auch Details verloren, die bei der Mark II noch zu sehen sind. Wir strafen Canon für diese unverschämte “Verbesserung” nach 4 Jahren und senden die 5DIII wieder zurück! Wir sind gespannt, was die Canon Eos 6D bringen wird, die “Antwort” auf Nikon D600.

Was blieb Canon auch anders übrig, Vollformat unter 2000,- Euro. Also mitziehen und oben noch WLAN draufpacken. Was der 5D Mark III ebenfalls fehlt. Es geht also doch. Was so ein wenig “Druck” doch ausmacht!

Test Canon Eos 5D Mark III gegen II

Canon Eos 5D Mark II

Canon 5D Mark III gegen Mark II Test
Canon 5D Mark III

Mark III bei Iso 3200 - 100% Ansicht
Mark III bei Iso 3200 – 100% Ansicht

Canon Eos Mark II Vergleichstest Mark III
Mark II bei Iso 3200 – 100% Ansicht

Veröffentlicht unter Tests | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Effektlicht ist immer wichtiger als Frontlicht

Gerade Portraits benötigen etwas “mehr” als ein Licht von vorne. Leider vergessen viele Fotografen immer wieder diese Grundregel, Effektlicht ist wichtiger als Frontlicht. Verwenden Sie nicht zu viel Zeit bei der Ausleuchtung von vorne, denn gerade das Effektlicht von hinten macht den Unterschied.

Kein Kunstwerk, nur ein kurzes Beispiel mit einer normalen Lampe in unserem Büro, kein Blitz oder sonste aufwendige Inszenierungen, wir möchten nur mit dem Schnappschuss den kleinen Unterschied mit Effektlicht zeigen:

only light in front

So ein Bild können und machen alle

light back - photo portrait professional

… und so unterscheidet sich ein Bild vom Amateurfoto

Es ist genau das Stück “mehr” was von einem Fotografen erwartet wird. Wir arbeiten sogar bei Events und Tagungen mit Blitzgeräten hinter den Personen, das ist sehr wichtig und auch sie sollten sich bei einem der nächsten Aufnahmen diesem Licht intensiver widmen. Das muß kein Blitzgerät sein, Deckenstrahler oder einfallendes Tageslicht tun es auch.

Diesen Look kennen Sie natürlich, jeder Sprecher im Fernsehen (schauen Sie sich Klaus Kleber doch beim nächsten mal genauer an) hat dieses Licht von hinten, jeder Sänger oder Künstler bei Auftritten, jeder Lautator bei einer Preisverleihung und jeder Gast bei Wetten das. Wenn Sie sich mit dieser “hohen Kunst” der Ausleuchtung näher befassen möchten, so können wir Ihnen hierzu einen Film empfehlen. Ausleuchtung und Farben in Perfektion, finden Sie bei dem Musikfilm Mamma Mia. Schöner kann Portraitlicht nicht sein. Beim nächsten Fernsehabend einfach ansehen und “hinsehen” !

Veröffentlicht unter Tipps | Kommentare deaktiviert